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Forum des Musikinstrumentenmuseums Markneukirchen
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BeitragVerfasst: Mi 29. Apr 2020, 11:12 
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Registriert: Mi 29. Apr 2020, 10:00
Beiträge: 4
Sehr geehrter Herr Dr. Weller,

bin begeisterter Trompeten Amateur aus Wien. Schwerpunkt : Perinetinstrumente, "spielbare Klassiker der Jahre ab ca. 1950 bis heute" -

bitte, 2 Fragen :durchaus passend etwa zum Thema "Faszination Vogtland" mit seinem tief verwurzelten Blechblasinstrumentenknow und seinen reichen Blechblasinstrumentenherstellerischen "Genen" - über alle politischen und völkischen und sprachlichen menschlichen Grenzziehungen hinaus.

1. Bitte eine Vorrede, um meine Frage richtig zu deuten:
Nicht nur deutsche Meistertrompeten wie zB. die Namen E.Modl, die vielen Schmidts, Monkes etc. sondern auch Serienprodukte der vogtländischen Großbetriebe, wie VEB, B&S, Weltklang, etc., haben den Ruf anständiger deutscher Qualitätsarbeit und dem Kunden zumutbarer Materialwahl begründet.
Viele Produkte gefallen mir auch rein optisch gut, beispielsweise
das Modell BUFON (Schallstücktrichter-Form) oder die Modelle mit dem kleinen blauen Ovalschild B&S in der Hauptstimmzugstütze.
Nun die Frage: Dass
alles von B&S zB. ab der Challenger 1 international top ist, weiss ich.
Aber : WELCHE ANDEREN ebenfalls herausragenden Modelle aller vogtländischer Serienhersteller hat es bei Jazz (Perinetventil) trompeten in Stimmung Bb (ev. auch in C) in der Vorzeit (sei es nun Deutschland oder GDR) VOR diesem "Qualitätsruck" schon "undercover" gegeben, - Modelle also, die da in Zeiten der unterschiedlichen Gesellschaftssysteme damals zumindest im "Westen" zu Unrecht ein Schattendasein führten ?

Selbstverständlich werden Sie sagen : Geschmacksache. Ich bitte Sie aber um Ihre ganz SUBJEKTIVE MEINUNG . Die Eigene muss man sich danach ohnehin selber bilden. Das wird doch auch viele viele andere Forumsuser interessieren, - gerade Ihre subjektive Meinung.
Gerne läse ich zusätzlich auch Meinungen anderer "Trompensüchtiger" :- ), wenn sie so wie ich bereits fortgeschrittene user sind. Meine Fragen erklären sich daraus, dass ich ausser den Challenger und der im Folgenden zitierten 435 und einer Emo World keinerlei deutsche/Vogtländische Jazz-Trompeten in der Hand gehalten habe.


2. habe neulich einer Trompete von B&S Modell 345 nicht widerstehen können - Seriennummer 8477xx steht - nur -vertikal graviert - auf der 3. Ventilbüchse, am Mundrohr keinerlei Extranummer anders als bei meiner Challenger.Diesbezüglich bitte ich Sie bzw. die werten Forumuser um Infos (auf anderen Foren wird da leider nur spekuliert) :
-Herstellungsort der wichtigen Komponenten wie Mundrohr, Maschine, Schallstück.Leider steht ja nicht wie auf der Challenger "made in Germany" drauf. Nichts ... Made in GDR hätte mich ebenso erfreut, steht aber nicht... weshalb wohl ?
- Bitte wann ungefähr (von bis) wurde das Modell 345 hergestellt ? Vorgänger oder kurzeitig ein paar Jahre noch überlappend mit der Challenger ?
- das Mundrohr sieht klar nach Goldmessing aus
- Das Schallstück ist - richtig? - 2 - teilig. Scheint mir so, wenn ich hineinsehen. Kann aber auch die Lackiergrenze sein. Das wundert mich, da ich Infos in Erinnerung habe, B&S habe seit je her alle seine Schallstücke bis hin an den Becherrand 1 - teilig zusammengefalzt bzw, gelötet.
- habe in anderem Forum gelesen, dass das Modell in der Qualität irgendwo zwischen der 138 er und der Challenger läge und sie so manchem besser als die Challenger 1 gefiele, auch wegen der Leichtigkeit ( nur 1 Stütze im Hauptstimmzug. Es hat schon den fixen Fingerring - und eine Stütze .
Was ist Ihre / eure subjektive Meinung ? Falls Sie, Herr Dr. Weller und/oder ihr anderen Trompetenfreunde irgendwelche gute Info - Quellen dafür nennen könnt, umso lieber.

Tut mir leid, dass geich die Erste als Riesenfragen ausfielen. Aber es gibt auf diesem Gebiet ja so viel Neugierde... danke für Ihr Verständnis

Lg Ulrich


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BeitragVerfasst: Do 30. Apr 2020, 21:21 
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Metallblasinstrumentenbaumeister

Registriert: So 08. Apr 2007, 16:25
Beiträge: 1188
Wohnort: Markneukirchen
Hallo Ulrich,

da haben Sie uns ja schon ein relativ großes Paket an Inhalt, Fragen und Kuriosem geschrieben. Insgesamt sind das so viele Themen (um das Thema Jazztrompete herum), dass sich darüber lange auszutauschen sinnvoll wäre.

Gerne kann ich da auch ab und an meinen Teil dazu beitragen, aber vorher sollte eine ganz wichtige Frage geklärt sein.

Denn: ich kenne kein Modell Nr. 345 von B & S !!!

Das war schon gestern mein erster Gedanke, aber trotzdem habe ich noch recherchiert und all meine Unterlagen zu Rate gezogen. Aber ein Modell 345 ist mit unbekannt!

Schon mal vorweg, ich möchte nicht ausschließen, dass es ein solches gegeben hat. Nur hier ab Werk gab es diese Modellbezeichnung nicht. Gut möglich, dass einem anderen Modell nachträglich durch den Händler / Großhändler die Nummer 345 gegeben wurde. Das könnte durchaus sein, macht dies Sache aber nur noch komplizierter.

Wie kommen Sie zu der Information, dass es sich um ein / das (vermeintliche) B & S - Modell Nr. 345 handelt?

Sie sehen, Sie haben schon die ersten Gegenfragen initiiert. Aber das sollten wir als erstes klären, dann wird sich sicher viel interpretieren oder gar beweisen lassen.


Mit freundlichen Grüßen

Mario Weller


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BeitragVerfasst: Di 05. Mai 2020, 21:17 
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Metallblasinstrumentenbaumeister

Registriert: So 08. Apr 2007, 16:25
Beiträge: 1188
Wohnort: Markneukirchen
Hallo Ulrich,

nachdem meine erste Antwort zum Modell 345 sicherlich schockierend negativ ausfiel, wurde ich dankenswerterweise darauf hingewiesen, dass es sich doch um einen Zahlendreher handeln müsse. In Ihrer Anfrage (ein Stückchen weiter oben, aber ein wenig versteckt) schreiben Sie ja vom Modell 435. Aber bei der Fülle von Fragen habe ich das auch überlesen.....

Zumindest glaube ich nun, dass sich Ihre Anfrage auf eben jenes (ominöse) B & S Modell 435 bezieht.


Mit freundlichen Grüßen

Mario Weller


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BeitragVerfasst: Mi 06. Mai 2020, 8:49 
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Registriert: Mi 29. Apr 2020, 10:00
Beiträge: 4
Sehr geehrter Herr Mario Weller,

ich repliziere nun auf Ihre Aw vom 5. Mai 2020 7:21 - äh, ... 21:07 :

Ja, Jupp, Jawoll, Yes, Qui, si: - a l l e s , was Sie nun darin schrieben, ist zutreffend !

Nun bin ich schon sehr gespannt, was mich in diesem für mich neuen Forum noch so alles erwartet.

Liebe Grüße aus Wien,

Uli


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BeitragVerfasst: Do 07. Mai 2020, 15:47 
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Registriert: Mi 29. Apr 2020, 10:00
Beiträge: 4
S.g. Herr M. Weller, liebe Blechblasinstrumentenfreunde und - Innen !

Ich habe inzwischen (nach dem un(?)vermeidbaren Intermezzo über meinen Zahlendreher "Modell 345 statt richtig 435") von anderswo substanzielle Antworten auf meine Fragen erhalten. Nach allen mir zugekommenen Signalen entspricht es aber eher nur dann einem just in Coronazeiten angesagten positiven Denken, wenn wir diesen Thread und meine Fragen ewig unbeantwortet ruhen lassen bzw. die erforderlichen Antworten darauf besser nicht verschriftlichen.

Mit ihrer allzustrengen Reaktion auf meinen kleinen Zahlendreher (selbsterklärend gewesen, da im Fragetext obendrein auch einmal richtig als 435 zitiert gewesen) hat das nur wenig zu tun.

Ich behalte Ihre wunderschöne Region aber viel besser in Erinnerung als eine der leistungsfähigsten Blechblasinstrumentenregionen, wenn ich eher an die zeitgenössischen Spitzenleistungen , mit denen sich "Ihre" Betriebe inzwischen an die Weltspitze setzen konnten, denke. Die vielen kleineren Spitzen - Meisterwerkstätten waren und sind mir nicht namentlich bekannt und verdienen natürlich auch Erwähnung.

Alles Gute, bleiben Sie alle gesund.

Ulrich
Wien


Zuletzt geändert von Jazzkultur Wien am Do 07. Mai 2020, 15:57, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Do 07. Mai 2020, 15:52 
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Registriert: Mi 29. Apr 2020, 10:00
Beiträge: 4
Hoppla Schreibfehler :

"wenn ich besser an die Spitzenleistungen Ihrer Region am Blasinstrumentensektor in den letzten 20-30 Jahren d e n k e", ....
besser


Leider hatte ich die Schriftgröße auf Standardeinstellung gelassen, und so die ganz winzige Schrift nicht genau lesen können.

Gruß
Uli


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BeitragVerfasst: Sa 09. Mai 2020, 21:10 
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Registriert: Mo 02. Feb 2015, 17:07
Beiträge: 311
Jazzkultur Wien hat geschrieben:

... Nach allen mir zugekommenen Signalen entspricht es aber eher nur dann einem just in Coronazeiten angesagten positiven Denken, wenn wir diesen Thread und meine Fragen ewig unbeantwortet ruhen lassen bzw. die erforderlichen Antworten darauf besser nicht verschriftlichen...



Lieber Ulrich,
ich hätte mich auch sehr für die von Ihnen angefragten Meinungen interessiert. Und gefreut hatte ich mich auch schon auf einen regen Austausch der Spezialisten. So ein Forum lebt u.a. davon, dass manchmal sogar der Fragesteller selber Fragmente / Gedanken etc. zur Beantwortung seiner Fragen beisteuert.

So, wie es jetzt von Ihnen zu lesen steht, nimmt dieser Thread leider ein sehr seltsames Ende. Sehr schade.

VG, Tobi.


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BeitragVerfasst: So 10. Mai 2020, 20:22 
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Metallblasinstrumentenbaumeister

Registriert: So 08. Apr 2007, 16:25
Beiträge: 1188
Wohnort: Markneukirchen
Hallo Tobi, hallo Uli,

auch ich finde es schade, sollte dieser Thread nur so kurz bestanden haben. Aber viele Beiträge bei uns laufen nur über eine kurze Zeit, meist so lange, bis alle zu beantworteten Fragen abgearbeitet wurden. Wie Tobi richtig schreibt, wird durch Fragen ein Austausch initiiert, beginnt oftmals ein überaus interessanter Wissens- und Meinungsaustausch. Das ist (auch) Sinn und Zweck unseres Forums, da freuen wir uns über gewichtige und historische Inhalte ebenso wie über Kurioses und Hinweise auf teils hervorragende handwerkliche Leistungen unserer Vorfahren.

Bezüglich des von Uli angeregten Themas "vogtländische Jazztrompetenmodelle" hoffe ich in ferner Zukunft auf weitere Beiträge, denn dies ist ein sehr umfangreiches, spannendes und sicher auch mit meinen Recherchen darüber gut auszufüllendes Gebiet des gegenseitigen Austauschs.


Herzliche Grüße an alle Forumsteilnehmer! Bleibt gesund und uns gewogen!

Mario Weller


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