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Trara, die Post ist da - die Postkutsche auf dem Weg zum Tag der Vogtländer

Nachdem die Postkutsche des Vereins Pferdedorf Erlbach e.V. bei Geigenbaumeister Schlegel Halt gemacht und ihn samt Geige und Adrian Lucaciu vom Vogtlandorchester Plauen eingeladen hatte, ging die Fahrt zunächst nach Markneukirchen ins Musikinstrumenten-Museum, wo zahlreiche Neugierige, darunter 55 Kinder aus der Grundschule und dem Kindergarten Mehlteuer, die zufällig an diesem Tag das Museum besuchten, gespannt warteten. Der Postillion Marco Uebel kündigte das Kommen per Posthorn an und die Kinder begrüßten die Reisenden aus dem Nachbarort mit dem kurz vorher einstudierten Lied: Trara, trara, die Post ist da!
Herr Meixner trug sich in seiner Funktion als 1. Stellvertreter des Bürgermeisters in das Postkutschenbuch ein mit den Worten: „Musikinstrumente aus dem Schwarzbachtal sind bekannt in aller Welt – möge die Schlegel-Meister-Violine ein Botschafter sein, dass dieser gute Ruf noch lange anhält.“
Kerstin Grimm, als Erlbacher Handelsreisender mit Bart und Zylinder nicht wiederzuerkennen, überbrachte dem Museum als Erinnerungsgeschenk eine Miniaturgeige. Sie hatte mit Tino Leonhardt, dem Kutscher, schon vor ein paar Monaten in der Museumsbibliothek recherchiert, ob denn die Instrumente früher überhaupt mit der Postkutsche transportiert wurden, und kam zu dem Ergebnis, dass die Post so viele Kutschen gar nicht unterhalten konnte, um die große Anzahl von Musikinstrumenten in alle Welt zu schaffen. Aber natürlich fuhr bis zum Eisenbahnanschluss (1909 bis Siebenbrunn und 1911 bis Erlbach) die Postkutsche von Adorf nach Erlbach*. 1926 kamen laut Inventarbuch des Museums der Postillionshut und das Posthorn der Markneukirchner Stadtpost ins Museum und werden heute in der Stadtgeschichtsausstellung und bei den Metallblasinstrumenten gezeigt. Musikalisch umrahmt wurde der Aufenthalt auf dem Museumshof von Saskia, Thomas und Philipp, dem Streichertrio des Gymnasiums. Natürlich ließ es sich auch Herr Lucaciu nicht nehmen, den Anwesenden die Schlegel-Geige vorzustellen.
Alles in allem war diese Veranstaltung eine willkommene Abwechslung im Museumsalltag und wurde von den zufällig anwesenden Besuchern ebenso gut aufgenommen wie von den Markneukirchnern, die nicht erwartet hatten, mit Sekt und einem Imbiss verwöhnt zu werden. Wir danken dem Pferdeverein Erlbach sehr herzlich für die gute Idee und Organisation und wünschen allen Mitgliedern weiterhin viel Freude an ihrem Hobby.

Heidrun Eichler
Musikinstrumenten-Museum Markneukirchen, 30. Mai 2013

*Literaturhinweis: Pöllmann/Weller: Einblicke in 650 Jahre Stadtentwicklung

 

 
   


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