| |
Das
Musikinstrumenten - Museum Markneukirchen legt
mit seinen über 3600 Exponaten Zeugnis ab von der Vielfalt
der Musikinstrumente in der Welt und der Entwicklung des
Musikinstrumentenbaus im Vogtland. Nahezu 1000 Musikinstrumente sind in dem 1784 erbauten und
nach seinem letzten Besitzer benannten „Paulus-Schlössel"
zu sehen. Seit 1942 ist die Ausstellung in dem spätbarocken
Bürgerhaus untergebracht.
Gegründet wurde die Sammlung im Jahr 1883 durch
den Gewerbeverein der Stadt auf Initiative des Lehrers und
Organisten Paul Apian- Bennewitz, der damit eine Lehrstätte
für die einheimischen Instrumentenbauer schaffen wollte.
Die enge Verknüpfung mit dem vogtländischen Musikinstrumentenbau
wird am Eingang durch das Geigenmacherdenkmal sichtbar, das an die 12 Geigenbauer aus dem böhmischen Nachbarort
Graslitz erinnert, die sich Mitte des 17. Jahrhunderts aus
Glaubensgründen in Markneukirchen niederließen und
hier 1677 die erste deutsche Geigenmacherinnung gründeten. |
Gebäude des Musikinstrumenten-
Museums Markneukirchen |
Diese
Exulanten legten den Grundstein für eine überaus erfolgreiche
wirtschaftliche Entwicklung im Orchesterinstrumentenbau,
die Markneukirchen den Ruf des Sächsischen Cremona einbrachte.
|
Die Ausstellung des Musikinstrumenten- Museums zeigt
in einer übersichtlichen Darstellungsweise die geschichtliche
Entwicklung der einzelnen Instrumentengattungen von einfachen
Formen bis zum gegenwärtigen Stand, wobei einheimische Instrumente
in großer Zahl vertreten sind. Der Betrachter wird informiert
über die Entwicklung der Streich-, Zupf-, Holzblas-, Metallblas-
und Zungeninstrumente, über die Tasteninstrumente und mechanischen
Spielwerke und bekommt einen Einblick in die Welt der Musikinstrumente
des Nahen und Fernen Ostens, Afrikas und Amerikas. Kuriositäten, wie z.B. ein Riesen-Piano-Akkordeon mit 360
Bässen, gebaut 1938 in Klingenthal für eine englische Tanzgruppe,
eine Tuba mit überdimensional großem Schallstück und eine
ganze Reihe von Miniaturinstrumenten in original getreuer
Bauweise weisen auf die genialen Ideen und das Geschick
der Handwerker hin.
In den Sommermonaten finden im Museumshof Konzerte statt,
die sich bei Musikern und Zuhörern aufgrund der guten Akustik
und angenehmen Atmosphäre wachsender Beliebtheit erfreuen. |
|
|
|
|
|