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Forum des Musikinstrumentenmuseums Markneukirchen
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 Betreff des Beitrags: Re: Ziel3 - Tagebuch
BeitragVerfasst: Mi 14. Mai 2014, 12:22 
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Seit heute früh arbeitet ein Bagger in unserem Garten. Zunächst wurden die Baumstümpfe entfernt und nun wird der Garten umgegraben. Die Eichhörnchen werden uns jetzt wohl erst einmal verlassen.

Wir haben es zwar noch nicht schwarz auf weiß, aber immerhin mündlich von höchster Stelle bestätigt, dass das nachgeforderte Geld kommt und somit können wir jetzt alle Bestellungen auslösen.

Das ist vielleicht spannend!


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 Betreff des Beitrags: Re: Ziel3 - Tagebuch
BeitragVerfasst: Fr 06. Jun 2014, 14:23 
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Die Arbeiten im Garten sind in vollem Gange. Inzwischen nennen wir ihn WELTMUSIK-GARTEN.
Das passt besser zu unserem Vorhaben, denn wir wollen nicht nur Klänge erzeugen, sondern unseren Besuchern die Möglichkeit zum Musizieren geben und akustische Gesetzmäßigkeiten erklären. Außerdem ist er eine Fortsetzung unserer Museumsausstellung, die am Ende des Rundgangs die außereuropäischen Instrumente zeigt, die der Museumsgründer vor 130 Jahren aus aller Welt angekauft hat.

Der neue Fördermittelbescheid ist noch nicht eingetroffen und somit weiß ich auch noch nicht, wie viel Zeit uns bleibt, um das Geld auszugeben. Ich hoffe, dass wir nicht im Oktober fertig sein müssen.

Nach jetzigem Stand werden wir den Garten am 30. August eröffnen mit
Asien-Pavillion, Akkordeon-Haus, Afrika-Lehmhütte, Indianer-Tipi, in denen jeweils bis zu 3 Instrumente geplant sind. Es wird ein "Konferenzrohr" quer durch den Garten geben und Ende Oktober dann auch eine Klangwippe und eine Klangtreppe.

Günther Diehr arbeitet sehr emsig an den Hütten. Er ist unbezahlbar und ich hoffe, dass er das Tempo durchhält und seinen Humor behält. Sein ganzer Ehrgeiz gilt zurzeit dem Akkordeon-Haus, aber auch die Dachkonstruktion für die Afrikahütte beeindruckt mich sehr. Das ist noch Zimmermansarbeit alter Schule!


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 Betreff des Beitrags: Re: Ziel3 - Tagebuch
BeitragVerfasst: Fr 06. Jun 2014, 14:28 
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Die Baggerarbeiten sind soweit abgeschlossen, nächste Woche kann die nächste Firma anrücken, die Steinmauern setzen und Fundamente gießen.
Hier erfolgt eine fachkundige Abnahme unseres Baggerexperten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ziel3 - Tagebuch
BeitragVerfasst: Fr 06. Jun 2014, 14:40 
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Durch lange Krankheit eines Kollegen hat sich das Einrichten unseres Depots leider verzögert, aber wir sind guter Hoffnung, dass wir nach Pfingsten damit beginnen können. Die Kartons für die Instrumente werden auch bald vollständig geliefert, zu unserer Freude aus der einheimischen "Kartonagen" und dann kann es eigentlich losgehen mit dem Umzug von Streich- und Zupfinstrumenten.

Letzte Woche war ich beim Anspielen von Konzert- und Westerngitarren, einer Veranstaltung unserer Projektpartner in Cheb. Es haben sich fast 30 Leute mit ihren Instrumenten beworben und die Jury hatte die nicht leichte Aufgabe, diese zu bewerten. Bei der Gelegenheit habe ich einige unserer Geigenbauschüler wieder getroffen und mich gefreut, dass einer von ihnen einen 2. Platz bei der Konzertgitarre erreicht hatte. Einen der beiden ersten Plätze bei der Akustikgitarre hatte übrigens ein Student unserer Fachhochschule. Herzlichen Glückwunsch!


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 Betreff des Beitrags: Re: Ziel3 - Tagebuch
BeitragVerfasst: Fr 06. Jun 2014, 15:05 
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Wir haben die erste Artikel-16-Prüfung geschafft! Ganz zufrieden sind wir zwar nicht mit dem Ergebnis, aber wir geben ja nicht so schnell auf und hoffen, dass sich noch manches klärt. Der Auszahlungsantrag ist auch nicht so ganz ohne. Mein täglicher Wortschatz wurde erweitert um Projektfortschrittsbericht.
Den muss man zweimal machen, einmal nur für uns und einmal muss er auch ins Tschechische übersetzt werden, auch wenn unsere Partner im Moment noch nichts abrechnen können. Wenn das dann noch der Fall ist, wird es wohl noch etwas komplizierter. Man steht zum Glück nicht allein da, es gibt sehr angenehme Mitarbeiter in der SAB, die sofort zurückrufen oder-mailen, wenn man nicht mehr weiter weiß. Allerdings musste ich auch wieder lernen, dass es gute schriftliche Anleitungen gibt, die man in Ruhe lesen sollte. Manches ist dann doch ganz logisch.
Mein Problem im Moment ist, dass diese Arbeit zu der eigentlichen und zu den zusätzlichen Aufgaben, die das Projekt erfordert, dazukommt und man das Gefühl hat, in der Bürokratie zu ersticken.

Nur mal ein Beispiel, das nichts mit dem Projekt zu tun hat, aber mehr Arbeitsaufwand erfordert:
Um Korruption vorzubeugen, wird neuerdings verlangt, dass alle Spenden, die an Kommunen gezahlt werden, durch den Stadtrat beschlossen werden müssen. Dazu gehören allerdings auch Sachspenden. D.h. wenn wir ein Exponat geschenkt bekommen, dann müssen wir das, auch wenn keine Spendenbescheinigung gewollt wird, wertmäßig einschätzen. Dazu muss man recherchieren, anrufen, das Internet befragen usw. man muss ein Protokoll anfertigen, das den Stadträten vorgelegt wird. Wenn auch noch der Name des Spenders öffentlich genannt werden muss, wird einiges an uns vorüber gehen.

Unsere neue Telefonanlage hat übrigens den Vorteil, dass sie manchmal nicht funktioniert und man in Ruhe arbeiten kann.

Ich wünsche allen ein sonniges Pfingstfest und mir und meinen beiden nebenamtlichen Kollegen
viele Besucher für die nächsten Tage (Montag geöffnet :clapping: )

Heidrun


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 Betreff des Beitrags: Re: Ziel3 - Tagebuch
BeitragVerfasst: Sa 07. Jun 2014, 11:19 
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Die größte Vorsicht reicht manchmal leider nicht aus. Beim Verlegen des "Konfernzrohres" wurde eine Elektroleitung beschädigt, die das gegenüberliegende Haus, das sich gerade im Bau befindet, mit Strom versorgt. So rückte gestern Nachmittag eine Reparaturbrigade an und hatte einige Stunden zu tun, den Schaden zu beheben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ziel3 - Tagebuch
BeitragVerfasst: Sa 07. Jun 2014, 11:29 
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Museumsmitarbeiter

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Aber es gibt auch etwas sehr Erfreuliches, die Freie Presse berichtet:
Fachleute bauen ehrenamtlich Instrument für Weltmusik-Garten
Im Gelände des Musikinstrumenten-Museums Markneukirchen können Gäste bald besondere Instrumente anfassen und ausprobieren. Ein stark vergrößertes Monochord gehört dazu.

Klingenthal/Markneukirchen. Das Monochord ist 1,60 hoch und 1,10 breit. Es sieht aus wie ein großer Kasten. Fertig ist es noch nicht, es fehlen noch die Saiten, damit man darauf auch zupfen und spielen kann. Das Monochord ist die Grundlage aller Klavier- und vieler Zupfinstrumente. Gestern präsentierten die Erbauer in der Berufsfachschule Klingenthal ihr Werk und sprachen weitere Arbeitsschritte ab.

Die Erbauer sind Gerd Buchheister, ehemaliger Lehrer der Berufsfachschule und jetzt ehrenamtlicher Museumsmitarbeiter in Markneukirchen, Thomas Strobel, Fachlehrer für Geigenbauer und Zupfinstrumentenmacher, und Klavierbaumeister Peter Schlosser aus Klingenthal. Sie unterstützen ehrenamtlich das Projekt im Markneukirchener Museum. "Die Berufsfachschule arbeitet schon lange mit dem Museum in Markneukirchen zusammen. Außerdem haben wir hier in unseren Werkstätten gute Bedingungen dafür", sagten Buchheister und Strobel. Bis Ende Juni soll das Instrument fertig sein.

Die Klingenthaler bauen das Monochord für den Weltmusik-Garten, der derzeit im Gelände des Musikinstrumenten-Museums Markneukirchen entsteht. "Der Name Weltmusik-Garten steht jetzt fest und passt besser zu unseren Ansprüchen", sagte Museumsleiterin Heidrun Eichler. Der Garten ist eine Fortsetzung des Museumsrundgangs. Dort können die Besucher besondere Instrumente ausprobieren.

Asien, Amerika, Afrika und Europa werden im Gelände vertreten sein. Für jeden Kontinent wird Typisches errichtet und entsprechend ausgestattet. Für Asien entsteht ein Pavillon im japanischen Stil, in dem auch das Monochord zu finden ist. Außerdem wird es eine Resonanzwiege und eine Klangschale geben. Für Afrika wird eine Lehm-Hütte gebaut. Amerika wird durch ein Tipi verkörpert. Die größte Herausforderung wird nach den Worten der Museumsleiterin das Akkordeonhaus für Europa. Insgesamt 12 typische Instrumente sind für die vier Hütten geplant, dazu kommen noch etliche Elemente im Freien. "Ohne die Unterstützung von ehrenamtlichen Helfern, dem Museumsförderverein und durch Spenden wäre das Projekt nicht zu schaffen", würdigte Heidrun Eichler das Engagement. Bisher sind 4840 Euro an Spenden für die Ausstattung des Weltmusik-Gartens eingegangen.

Im Gelände wird derzeit gearbeitet. Nachdem der Stadtrat Bauleistungen vergeben hat, werden die Fundamente für die Hütten ausgehoben und Wege angelegt. "Der Weltmusik-Garten soll am 30. August eröffnet werden", sagte Heidrun Eichler.

erschienen am 05.06.2014 ( Von Gabriele Skrobanski )


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 Betreff des Beitrags: Re: Ziel3 - Tagebuch
BeitragVerfasst: Mo 14. Jul 2014, 7:53 
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Die Ruhe hier im Tagebuch täuscht. Es geht voran. Endlich ist unser Kollege wieder hier, der sich um die Einrichtung des Depots kümmert.
Im Garten sind die Baufirmen aktiv, machmal mehr, manchmal weniger, auch wetterabhängig. Wenn sie am 15. August fertig sein wollen und das müssen sie, dann dürfen sie jetzt keinen Tag auslassen.
Am Aktivsten ist unser Günther, der inzwischen die erste Hütte aufbaut. Lehm ist angeliefert, so kann in Kürze die Lehmschlacht beginnen. Unsere Klingenthaler Freunde haben das Monochord fast fertig. Anfang August wird es lackiert, weitere Klanggeräte sind in Arbeit. U.a. eine Klangtreppe, die direkt nach unseren Wünschen gebaut wird. Sie wird aber erst im Oktober fertig sein.
Am 29. August soll aber schon die offizielle Einweihung des Gartens sein, damit er dann am 20. Handwerkertag auch ausprobiert werden kann.

Am 8. Juli waren wir in Dresden zu einer Beratung bei der SAB. Es war sehr hilfreich, aber auch ernüchternd. Im Prinzip weiß man vorher nie, ob man im Endeffekt auch alle Leistungen gefördert bekommt. Das macht nicht nur viel Arbeit, sondern auch unruhig. Ich werde froh sein, wenn das Jahr ohne große Probleme zu Ende geht.

Am 20. Juli werde ich in Bubenreuther Musiktagen auch über das Projekt berichten (www.bubenreutheum.de). Sie wollen dort ein Museum für Migration neu bauen und die Geschichte des "verpflanzten Musikwinkels" erzählen. Eine interessante und wichtige Geschichte, die zu 100% zu unserem Thema gehört, aber mit Ziel 3 nicht gefördert werden konnte, weil sie territorial zu weit weg sind. Eigentlich sehr schade, aber so bürokratisch geht es eben auch in der EU zu.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ziel3 - Tagebuch
BeitragVerfasst: Mo 28. Jul 2014, 20:24 
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So ist es eben manchmal im Leben, erst wissen wir nicht, woher wir das Geld nehmen sollen und jetzt bekommen unsere tschechischen Partner ganz überraschend Geld für die gesamte Renovierung ihres Gebäudes über ein anderes Förderprogramm, so dass das Geld für die Erneuerung der Elektrik an uns gehen kann. Wir können es auch wirklich gut gebrauchen für den Bau einer Treppe zum Garten, denn die provisorische Treppe ist sehr gefährlich. Über einen Projektänderungsantrag werden wir herausbekommen, ob dem zugestimmt wird. Es muss natürlich wieder eine Ausschreibung gemacht werden und alles muss bis zum 31.Oktober abgerechnet werden. Na dann, schauen wir mal.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ziel3 - Tagebuch
BeitragVerfasst: Mo 04. Aug 2014, 7:09 
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In 2 Wochen sollten die Bauarbeiten abgeschlossen sein, diese Woche bekommt Günther Diehr Hilfe von seinem Sohn. Das Problem ist nicht, dass er sie bekommt, sondern eher, dass er sie annimmt. Er wollte seinen Söhnen wohl beweisen, dass er in der Lage ist, alles allein zu machen. Roberto, unserer Bundesfreiwilliger, stand ihm zur Seite und hat viel dabei gelernt. Wir warten auf das Riet, mit dem das Afrikadach gedeckt werden soll, die Zeltstangen stehen, die Plane kann abgemessen werden. Die Pflasterer pflastern fleißig.

Das Schönbach-Buch muss noch Korrektur gelesen werden und für ein weiteres Buch, das die sächsisch-böhmische Art des Geigenbaus, das Aufschachteln anhand von Zeichnungen und Erklärungen zeigt, werden gerade die Übersetzungen ins Tschechische und Englische vorgenommen. Das Buch haben zwei Geigenbauer, ehemalige Lehrlinge der Berufsfachschule Klingenthal, geschrieben und gezeichnet und das passt sehr gut ins Projekt, zumal ja auch in Cheb, diese Technologie im Geigenbau so gelehrt wird.

Unser Riesenkontrabass befindet sich seit einiger Zeit zur Restaurierung. Zu gegebener Zeit wird die Presse auch darüber berichten.
Die dendrochronologischen Untersuchungen der Gitarren, die bei Geigenbau Seidl in Markneukirchen gemacht werden, laufen nebenher und bringen zum Teil interessante Ergebnisse.

Wir sind jetzt dabei, die Texte für die Beschriftung des Weltmusik-Gartens zu schreiben. Unser Bundesfreiwilliger Thomas ist da sehr aktiv, auch über seinen Bufdi-Dienst hinaus, denn der ist inzwischen fast abgelaufen.

So könnte ich mich eigentlich zurücklehnen, wäre da nicht die komplizierte Abrechnungsart des Projekts :megashok: , die immer wieder Fragen aufwirft, die nicht sofort beantwortet werden können, sondern jetzt, auf Grund der Urlaubszeit, auf Eis liegen. Die Mitarbeiter der SAB beruhigen mich zwar, aber noch wurden nicht alle Kosten anerkannt, von denen ich überzeugt bin, dass sie förderfähig sind. D.h. wir würden auf diesen sitzen bleiben, was schon mein Ehrgeiz nicht zulässt, also :boxing: statt :cray:


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 Betreff des Beitrags: Re: Ziel3 - Tagebuch
BeitragVerfasst: Do 07. Aug 2014, 18:35 
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https://www.youtube.com/watch?v=aDs2WXj-F3I

Ein kleiner Bericht vom Vogtländischen Regionalfernsehen - vielen Dank!


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 Betreff des Beitrags: Re: Ziel3 - Tagebuch
BeitragVerfasst: Do 21. Aug 2014, 15:01 
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heute, morgen oder übermorgen Sachsenspiegel MDR 19 Uhr.

Sekundenbericht vom Weltmusik-Garten!

und hier ist der Beitrag:

http://www.mdr.de/mediathek/fernsehen/s ... 967f4.html


und hier noch einer
http://www.mdr.de/mdr1-radio-sachsen/audio947118.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Ziel3 - Tagebuch
BeitragVerfasst: Sa 30. Aug 2014, 11:26 
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Museumsmitarbeiter

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Es ist vollbracht.

Die Eröffnung hat gestern stattgefunden. Dazu gibt es demnächst sicher auch noch einen Filmbeitrag vom VRF.
Es waren fast 50 Gäste anwesend, außer den Sponsoren und Freunden des Vereins auch die Hauptbaubetriebe sowie natürlich der Bürgermeister, der die Begrüßung vornahm. Von der großen Politik war der CDU- Landtagsabgeordnete, Herr Heinz, dabei.

Ich habe es mir nicht nehmen lassen ein paar Geschenke zu verteilen an die Leute, die uns über viele Wochen unterstützt haben. Dazu gehören neben Günther Diehr und seinen Söhnen, ohne deren Hilfe die Zeit nicht zur Fertigstellung ausgereicht hätte, vor allem auch unsere beiden Bundesfreiwilligen, die bei dieser Gelegenheit auch verabschiedet wurden (das Jahr war wieder viel zu schnell vorbei) und selbstverständlich unsere tschechischen Partner, die uns einen wunderschönen Blumenstrauß und eine Bonboniere überreichten. Wir haben uns revanchiert mit einer Museums-Tasse (darauf sind unsere größten Exponate abgebildet) und einer Schachtel Pralinen für jeden unserer Mitstreiter. Ich habe erwähnt, dass bei allen Problemen, die das Projekt in sich birgt, es zu den schönsten Ergebnissen zählt, dass wir uns kennengelernt haben und immer in Kontakt bleiben werden.
Gerd Buchheister, unser seit fast einem Jahr ehrenamtlicher Museumsmitarbeiter hat mit Thomas Strobel und Peter Schlosser, Klavierbaumeister aus Klingenthal, in Eigenleistung ein Monochord gebaut, außerdem eine Slidegitarre und eine Erdzither. Ohne diese Klanggeräte würde noch nicht viel klingen in unserem Garten, denn einige Dinge, wie Kalimbawand, Wippe und Wasserspringschale sind noch in Arbeit.
Zu erwähnen ist noch der Marterpfahl, der von Frieder Köckeritz aus Markneukirchen geschnitzt wurde. Bedanken konnten wir uns auch bei Frau und Herrn Schleinitz für das Korrekturlesen unserer Publikationen. Ein Buch, das das vogtländische Aufschachteln (spezielle Technologie im Geigenbau) beschreibt, wird im Moment ins Englische und Tschechische übersetzt und über das Ziel3-Projekt erscheinen.
Unsere Landschaftsarchitektin, die die Idee der einzelnen Hütten entwickelte und die Projektleitung innehatte, bekam als Dank eine Torte mit einem "Schifferklavier", denn sie hatte gestern Geburtstag.

Wir haben zwar eröffnet, sind aber noch in der Testphase. Die Konferenz mit den großen Ohren funktioniert noch nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Abgesehen davon, habe ich heute den Besuchern mehrmals erklärt, dass an man nur etwas hören kann, wenn auf der anderen Seite jemand hineinspricht. :clapping:
Mein Enkel hat heute morgen alles getestet und ist sofort auf den Esel geklettert. Ich denke, die Bremer Stadtmusikanten sind für die Kinder auf den ersten Blick das schönste Ausstellungsstück. Wir feuen uns, dass wir sie in unserem Garten haben und danken Kerstin Vicent, die ihnen gestern noch einen wetterfesten Anstrich verpasste. Im Moment läuft der Esel in die entgegengesetzte Richtung der 3 anderen Tierchen. Das müssen wir noch ändern.

Wir haben "Die Bremer Stadtmusikanten" ganz spontan "gespielt". Der Bürgermeister war sofort bereit, den Esel zu sprechen und hat das ebenso professionell gemacht, wie die anderen Zufallssprecher.

Die Freie Presse hatte heute auch in der Hauptzeitung einen Beitrag darüber und auf der Seite des Oberen Vogtlandes liest es sich so:

Kraft der Klänge: Ganze Welt ist am Schwarzbach daheim
Musik verbindet, Musik ist überall, Musik steckt an: Darum geht's im gestern übergebenen Bereich im Museum Markneukirchen.

Markneukirchen. Das war mit ganz heißer Nadel gestrickt: Die ersten Gäste stiefelten gestern Mittag schon den provisorischen Weg zum neuen Weltmusikgarten in Markneukirchen hoch, da legten Bauarbeiter und Helfer noch letzte Hand an. Mittendrin im feinen Zwirn Heidrun Eichler, Direktorin des Musikinstrumentenmuseums. Dass dessen neue Außenanlage fünf Minuten vor der Angst überhaupt erst begehbar wurde, machte sie alles andere als hibbelig. "Das ist immer so. Hätten wir eine Woche später eröffnet, wäre es nicht anders", sagte sie zur Feier, die Bläser-, Flöten- und Gitarrentöne gestalteten.

Manche hatten sich schon ausgemalt, dass die Museums-Chefin ihre vollmundige Ankündigung, nach fünf Monaten Ende August eröffnen zu wollen, nie und nimmer halten könnte. Das wäre auch so gekommen, hätte es nicht ein ganzes Symphonieorchester an Helfern gegeben. Ihr Einsatz griff ineinander wie bei einem Konzert. Da waren die Firmen Roscher & Partner aus Lichtentanne sowie Oelsnitzer Bau und Service. "Die eigentlichen Helden des Gartens", rief Eichler und sang ein Loblied auf alle Handwerker, die das EU-Projekt umsetzten. 430.000 Euro kostete dies insgesamt, was das Depot im Sägewerk und die Hof-Treppe einschließt. Der Garten allein schlug mit 186.000 Euro zu Buche.

Unbezahlbar wäre er ohne Günther Diehr und Gerd Buchheister geworden. Diehr ersann und baute als Zimmermann im (Un-)Ruhestand in unzähligen Stunden die Hütten - mit Hilfe seiner Söhne Heiko und Holger. Buchheister fertigte ehrenamtlich mit Unterstützern Instrumente, die die Besucher in den Hütten zum Klingen bringen können. Thomas Hendel, Bundesfreiwilliger im Museum, schrieb die Texte, sein Mitstreiter Roberto Stöcker griff bei Diehr mit zu. Sie und viele mehr, so die standhaften tschechischen Partner um Jiøí Pátek, bedachte Heidrun Eichler mit einem Berg Geschenke.

Eine runde Lehmhütte für Asien, Tipi und Marterpfahl für Amerika, ein Pavillon mit Bambus für Asien, ein Akkordeonhaus für Europa - das sind die Eckpfeiler des Gartens, der auf einer Idee der Plauener Landschaftsarchitektin Karin Gottsmann fußt. Weil der Garten weiter Geld braucht, stifteten sie und Bauprojektierer Holger Eichler 2000 Euro, einen Teil ihres Honorars. So sind noch nicht alle Instrumente da. Mit Monochord, Klangschale, Trommel, Gong oder Resonanzwiege gibt's aber schon einiges zum Ausprobieren. Auch die beiden großen Ohrmuscheln funktionieren: Richard Weller sprach in eine hinein, seine Schwester Luise hörte am anderen Ende des Gartens alles.

"Wer das hier vorher kannte, der weiß, das hier etwas sehr schönes entstanden ist. Eine Aufwertung nicht nur unseres Museums, sondern der ganzen Stadt", verspricht sich Bürgermeister Andreas Jacob (CDU) vom Garten mehr Museumsbesucher. 22.000 waren es 2013. Nur mit Begrüßungsworten ließ die Museums-Chefin ihren Dienstherr aber nicht gehen. Auf Vorschlag Heidrun Eichlers gab Andreas Jacob den Esel - bei der spontanen Aufführung der Bremer Stadtmusikanten. Diese zieren als Holzskulpturen von Kerstin Vicent den Garten. Der Märchenklassiker bekam Extra-Applaus. Neben Rathaus-Chef und Direktorin (als Sprecherin) wirkten Karin Gottsmann (Hund), Roswitha Kästner (Katze), Roberto Stöcker (Hahn) und Gerd Buchheister (Räuber) mit.

erschienen am 30.08.2014 ( Von Ronny Hager )
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG


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 Betreff des Beitrags: Re: Ziel3 - Tagebuch
BeitragVerfasst: Sa 30. Aug 2014, 14:43 
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Nun könnte man meinen, alles ist gut und wir sind zufrieden, aber da unsere Partner für Ihr Vorhaben eine andere Finanzierungsmöglichkeit gefunden haben, können wir aller Voraussicht nach noch 40.000 Euro von ihnen bekommen. Das geht aber natürlich nur, wenn man wieder ein abgeschlossenes Projekt vorschlagen kann. Da der Zugang zum Garten ein gefährliches Provisorium ist, hatten wir überlegt, bereits in diesem Bauabschnitt eine ordentliche Treppe zu bauen. Allerdings hat sich nun gezeigt, dass die Kostenvoranschläge weit über der Planung liegen und wir müssen nun sehen, ob wir es trotzdem hinbekommen.
Ich komme mir vor, wie die Frau bei "Der Fischer und seine Frau". Da das Geld definitiv bis Ende Oktober ausgegeben werden muss, drängt die Zeit. Wir müssen nächste Woche eine Entscheidung treffen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ziel3 - Tagebuch
BeitragVerfasst: Do 04. Sep 2014, 7:25 
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Museumsmitarbeiter

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Die Klasse 6 der Förderschule Markneukirchen hat gestern den Garten richtig eingeweiht. Sie fanden, dass man hier gut klettern und Verstecke spielen kann. Unser neuer Bundesfreiwilliger hat sie aber dann auch mit dem Lesen der Bremer Stadtmusikanten wieder zur Ruhe bekommen. Wir sind schon sehr gespannt, wie wir und die Klanggeräte die Schulklassen verkraften.
Der Dachdecker hat noch zu tun mit dem Dach des Akkordeon-Hauses und auch der Asien-Pavillon braucht eine andere Dachlösung, da es nicht dicht ist. Da müssen unsere ehrenamtlichen Helfer noch einmal aktiv werden. Es gibt auch noch viel zu streichen. Alle Malerarbeiten sind übrigens Eigenleistungen, die unseren Geldanteil schmälern werden. Da kommen schon ein paar Stunden zusammen.

Ansosnsten haben wir mit Beleglisten, Auszahlungsantrag und Einholung von Kostenanschlägen zu tun, denn für alle Ausgaben, die höher als 500 Euro sind, müssen 3 Kostenangebote vorliegen. Mitunter ist es gar nicht so einfach 3 Anbieter zu finden, vor allem bekommt dann oft nicht derjenige den Zuschlag, der der beste Berater war und seine Ideen mit eingebracht hat.


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Förderschüler im WMG2.JPG
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