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 Betreff des Beitrags: Re: Ziel3 - Tagebuch
BeitragVerfasst: Mi 10. Sep 2014, 7:41 
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Gestern war ich bei unseren tschechischen Partnern.

Ich habe Urlaub und wollte mir Eger mal mit den Augen eines Touristen anschauen. 2006 ist im Zuge der Landesgartenschau eine schöne Parkanlage an der Eger entstanden. Die Eger heißt übrigens Ohre (über dem r ist ein Häkchen, d.h. man spricht es Ohrsche, mit einem stimmhaften sch, das r hört man nicht) und die Stadt Eger Cheb. Übersetzt heißt das "Biege" und man spricht es mit einem Ch wie das ch bei ach, nicht tsch.
Luby heißt übersetzt übrigens "Zarge". Oft wurden die Ortsnamen ja direkt übersetzt, aber Orte mit "schön" gibt es viele und so hat man sich entschieden den Geigenbau im Ortsnamen zu dokumentieren. Kraslice sind angemalte Ostereier, Graslitz hat damit m.E. nichts zu tun (obwohl dort heute die Ostereier-Malkunst gepflegt hat), aber da es so ähnlich klingt, hat man es so genannt.

Ich war natürlich auch in der Geigenbauschule und wir haben über das Schönbach-Buch gesprochen. Es soll am 22.September in die Druckerei. Bis dahin habe auch ich noch einiges damit zu tun, muss es Korrektur lesen.

Es war ein schöner Tag mit 2 Stunden intensivem Tschechisch-Unterricht bei Irena, unserer Dolmetscherin. Moc dekuju. :rolleyes:


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 Betreff des Beitrags: Re: Ziel3 - Tagebuch
BeitragVerfasst: Do 13. Nov 2014, 15:31 
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Museumsmitarbeiter

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Wir hatten Glück mit unseren Baubetrieben. Sie waren sehr fleißig und zuverlässig und haben wirklich gute Arbeit geleistet. Das Wetter war auch gnädig. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir bis November noch keinen Bodenfrost hatten.
Die "Aschenputteltreppe" ist fertig, die restlichen Büsche und Bäumchen sind gepflanzt und Günther Diehr ist täglich hier, um die restlichen Arbeiten an den Hütten auszuführen. Es gibt noch immer viel für ihn zu tun. Nächste Woche werden Afrika-Hütte und Asien-Pavillon winterfest gemacht. Das Akkordeonhaus steht kurz vor der Vollendung. Es ist das stabilste von allen und wird den Winter sicher gut überstehen.
Die Bauarbeiten sind somit abgeschlossen, allerdings kann man nicht sagen, dass alles fertig ist. Es muss weitergehen, nur wann und wie, das steht im Moment in den Sternen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ziel3 - Tagebuch
BeitragVerfasst: Do 13. Nov 2014, 15:40 
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Museumsmitarbeiter

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Heute hatten wir unser letztes Treffen mit den Schülern der Geigenbauschule. Wir haben uns um 9 Uhr getroffen und eine Betriebsbesichtigung mit anschließendem Workshop bei "Warwick" absolviert. Dort arbeitet auch ein Absolvent der Geigenbauschule.
Danach haben wir uns angesehen, wie unser Kontrabass restauriert wird. Schüler, die noch nicht im Museum waren, haben noch einen Rundgang durch unsere Ausstellung gemacht, bevor es etwas zu essen gab, wie immer gut angerichtet von zwei Vereinsmitgliedern. Danach waren wir in Hüttels Musikwerkausstellung in Wohlhausen, wo von kleinen Spieldosen bis zur großen (und vor allem lauten) Karusellorgel alles zu hören ist, was Wolfgang Hüttel seit 50 Jahren sammelt und restauriert. Es war ein schöner Abschluss unserer Treffen, die wir im Rahmen des Projekts regelmäßig durchgeführt haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ziel3 - Tagebuch
BeitragVerfasst: Sa 22. Nov 2014, 12:33 
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Museumsmitarbeiter

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Das Projekt neigt sich dem Ende zu. Die letzten Rechnungen müssen bis zum 30.11. bezahlt sein, sonst werden sie nicht anerkannt. Das ist nochmal sehr aufregend, weil die Firmen z.T. noch arbeiten. Die Treppe hat am Freitag ein Geländer bekommen und die Sicherheitsanlage wurde zusätzlich mit einer Videoüberwachung ausgestattet. Ich hoffe, sie wird niemals wichtig sein.
Die letzten Tätigkeitsberichte sind geschrieben, der letzte Projektfortschrittsbericht auch, die letzte Belegliste ist noch in Arbeit. (Durch diese Listen haben meine Kollegin und ich neue Brillen gebraucht, die aber auch nicht ausreichen, um die winzigen Zahlen zu entziffern.) Um diese Liste auszufüllen, muss man alle Buchungen in der Stadtverwaltung heraussuchen, was sehr viel Zeit in Anspruch nimmt und vor allem muss man ungeheuer aufpassen, dass es keine Schreibfehler beim Datum gibt, denn damit riskiert man, dass die Rechnung nicht anerkannt wird, was jetzt bei Projektabschluss nicht mehr korrigiert werden kann.
Unsere tschechischen Partner sind informiert, dass sie alles abschließen müssen. Sie hatten neulich auch noch zu tun mit ihrer Hörstation.

In den nächsten 2 Wochen kommen dann noch Stichprobenprüfungen auf uns zu und dann schlägt irgendwann die Stunde der Wahrheit, in der wir erfahren, ob alle Rechnungen anerkannt werden. Erst danach ist das Projekt für mich zwar noch nicht beendet, aber gelaufen. Wenn man die Bewilligung hat, muss man noch einen gemeinsamen Projektfortschrittsbericht verfassen und einen Auszahlungsantrag, mit dem wir als Leadpartner auch das Geld unserer tschechischen Partner anfordern, das wir ihnen anschließend überweisen.

Es gibt wieder ein neues Ziel3-Projekt. Wer daran teilnehmen will, kann sich gern an mich wenden. Ich weiß jetzt, wie es funktioniert und wäre bestimmt ein guter Berater.

Aber für ein weiteres fehlt mir, ehrlich gesagt, der Humor. :tease:


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 Betreff des Beitrags: Re: Ziel3 - Tagebuch
BeitragVerfasst: Di 16. Dez 2014, 12:57 
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Museumsmitarbeiter

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Am 5.12.14 fand in Cheb in der Geigenbauschule die Vorstellung des Schönbach-Buches statt. Fast 100 Gäste waren dabei, es war eine sehr beeindruckende Veranstaltung und ein sehr schönes Buch für alle an der Geschichte Schönbachs und Luby Interessierten.

Jiří Pátek (editor)
Aus der Geschichte des Egerländer Geigenbaus
Z dĕjin houslařství na Chebsku

450 Seiten, Farbdruck, tschechisch/deutsch, Freiexemplar

Das Buch ist eine Auswahl von Artikeln verschiedener Verfasser und umfasst den Zeitraum von den Anfängen des Geigenbaus im Schönbacher Ländchen bis zu heutigen Firmen und Herstellern. Darüber hinaus behandelt es die Geschichte der Geigenbauschule.
Auf 65 Seiten sind Ansichtskarten von Schönbach und Luby aus der Zeit von 1899 bis 1973 abgebildet.
Erstellt wurde das Buch im Rahmen des Ziel 3-Projektes ERINNERN UND BEWAHREN FÜR DIE ZUKUNFT - der sächsisch-böhmische Musikwinkel - weltweit einmalig in Vielfalt und Größe im Musikinstrumentenbau, das die Geigenbauschule Cheb mit dem Musikinstrumenten-Museum Markneukirchen von 2013 bis 2014 durchgeführt hat.

Das Buch wird kostenlos abgegeben, unverbindliche Bestellungen für eine nachfolgende CD, die die abgebildeten und weitere Fotos enthält, werden gern entgegengenommen.

Die Bücher sind erhältlich in der Geigenbauschule und im Museum:

Integrovaná střední škola - Houlslařská škola
Obrněné brigády 6
CZ- 350 11 Cheb


Bestellungen für den Versand innerhalb von Deutschland (4,50 Euro) oder ins Ausland an: info@museum-markneukirchen.de
Bestellungen für den Versand innerhalb Tschechiens an: patek@iss-cheb.cz

http://www.violinschool.eu
http://www.museum-markneukirchen.de


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 Betreff des Beitrags: Re: Ziel3 - Tagebuch
BeitragVerfasst: Di 06. Jan 2015, 13:41 
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http://www.freiepresse.de/LOKALES/VOGTL ... 075276.php

EU-Geld macht Wälzer zum Egerländer Geigenbau möglich
Schönbachs Instrumentenbaugeschichte ist nun gedruckt erschienen - als Buch, welches Interessenten keinen Cent kostet.

Schönbach/Luby. Das ist ein echtes Schwergewicht: Stolze 2,2 Kilo bringt die Neuerscheinung "Aus der Geschichte des Egerländer Geigenbaus" auf die Waage. Das Buch, entstanden unter der Ägide von Jiří Pátek, dem Direktor der heute in Eger/Cheb angesiedelten Geigenbauschule, widmet sich Schönbach/ Luby, einem bedeutenden Zentrum des vogtländisch-westböhmischen Musikinstrumentenbaus. Der 448 Seiten dicke Wälzer enthält auch längst vorliegende, aber bisher so nicht erschienene Aufsätze über den Wirtschaftszweig, die Geigenbauschule - und leistet zudem mit 65 Postkarten aus der Zeit von 1899 bis 1973 einen Beitrag, die Entwicklung der Stadt sichtbar zu machen.

Am Buch hat Schönbachs Nachbarstadt Markneukirchen einen gewichtigen Anteil. Die Veröffentlichung ist teils des gerade abgeschlossenen EU-Projekts "Erinnern und bewahren für die Zukunft" der Geigenbauschule und des Musikinstrumentenmuseums Markneukirchen. Die Vogtländer waren dabei noch stärker gefragt als zuerst geplant, so Museumsleiterin Heidrun Eichler. Um Texte des durchgängig zweisprachigen Buches ins Deutsche zu übertragen, musste kurzfristig ist ein Team ran - der Schönbacher Alfred Neudörfer, als Sohn des gleichnamigen Geigenbauers in Tschechisch und Deutsch daheim, hatte aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig passen müssen. Es musste daher mit heißer Nadel gestrickt werden - alles nur in Tschechisch erscheinen zu lassen, da hätte die EU nicht mitgemacht.

Als Geldgeber hat Brüssel einiges zu sagen - auch, dass das Buch kostenlos abgegeben wird. Vergleichbare Literatur wird auch schon für dreistellige Beträge verkauft. Die Gratis-Abgabe liegt an den Vorgaben des Projekt auf tschechischer Seite, sagt Heidrun Eichler. Den Absatz der 1000 gedruckten Exemplare hat dies befördert, eine zweite Auflage ist im Gespräch. Das besondere Plus des Buches ist seine reiche Ausstattung. Im Redaktionskollektiv dabei war der Egerer Archivar Jaromír Boháč, der große Teile der geschichtlichen Entwicklung des Musikinstrumentenbaus im Schönbacher Ländchen beisteuerte. Eigene Kapitel widmen sich dem volkseigenen Betrieb Cremona Luby, viele bedeutende Meister werden in Lebensläufen vorgestellt. Der Zeitzeuge Hans Dörner kommt zur Wort, der aktuelle Stand des Instrumentenbaus in Luby wird ebenso dokumentiert wie Vermarktungsstrategien der Schönbacher Geigenbauer am Beginn des 20. Jahrhunderts.

Erhältlich ist das Buch im Musik- instrumenten-Museum, Telefon 037422 2018, E-Mail an info@museum-markneukirchen.de, auch in den Tourismusbüros Markneukirchen (Gerber-Hans-Haus, Ruf 037422 40775) und Erlbach (Marktplatz 2, Telefon 037422 6125).

erschienen am 30.12.2014 ( Von Ronny Hager )
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG


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 Betreff des Beitrags: Re: Ziel3 - Tagebuch
BeitragVerfasst: Mo 02. Feb 2015, 21:51 
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Das Buch ist leider vergriffen. Eine Neuauflage ist geplant, aber ob das schon bald möglich sein wird, ist noch nicht geklärt.


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