Ja was passiert denn hier ?!?

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Dirk Wacker
Beiträge: 145
Registriert: Fr 15. Nov 2013, 16:26

Ja was passiert denn hier ?!?

Beitrag von Dirk Wacker »

Nach meinen Informationen, hat die Stadt Markneukirchen alle Rechte an dem Begriff "Musima" inne, was auch die einstige Domain www.musima.de beinhaltet. Unter www.musima.de erscheint nun aber eine neue Webseite, die offensichtlich bereits seit Januar 2016 online ist und unter dem Slogan "Auferstanden aus Ruinen - we are back" vollmundig große Dinge erhoffen lässt. Das Impressum enthält folgende Daten: Musikmanufaktur - Markneukirchen, Am Kreuzacker 5, 08626 Adorf Ein tieferer Blick bei der DENIC förderte dann folgende Informationen über den Domaininhaber zu Tage:
Stefan Dietz, Das Haus der Musik, Am Kreuzacker, 08626 Adorf

Hat die Stadt die Domainrechte tatsächlich veräußert ? Okay, dass wäre in meinen Augen zwar mehr als dumm, aber wenigstens nach dem Abriss der Post ein weiterer konsequenter Schritt in Richtung Kulturausverkauf ..... sorry, den konnte ich mir an dieser Stelle nicht verkneifen :lol:

Kennt jemand Stefan Dietz, bzw. das "Haus der Musik" ?

Im Internet war nicht viel zu finden:

http://www.adorf-vogtland.de/inhalte/ad ... us_d_musik

http://www.aoa-vogtland.de/

Auf letzterer taucht auch "Haus der Musik" auf, allerdings mit der Adresse "Johannisstr.12" in Adorf - allerdings basiert diese Webseite auf dem gleichen wix.com Template wie die neue Musima Seite, von daher liegt der Verdacht schon nahe, dass es sich um den gleichen Urheber handeln könnte ... vor allem, wenn man wie ich nicht an Zufälle glaubt.

Weiß jemand näheres ?

Taylor_T5-S
Beiträge: 28
Registriert: Di 09. Okt 2007, 19:53

Re: Ja was passiert denn hier ?!?

Beitrag von Taylor_T5-S »

Dieser Stefan Dietz ist der Gitarrist der Band Psychos Unchained in Adorf.
http://good-people0.wixsite.com/psychos-unchained
Er hat dort auch einen Link zu seiner Musima.de Seite.
Keine Ahnung, was er da vorhat mit Musima.de. Er ist glaube ich Elektrotechnik Meister von Beruf.

Ralf

Dirk Wacker
Beiträge: 145
Registriert: Fr 15. Nov 2013, 16:26

Re: Ja was passiert denn hier ?!?

Beitrag von Dirk Wacker »

Ralf, vielen Dank für die Info - die Tatsache das er selber Gitarre spielt, gibt mir etwas Hoffnung für dieses Projekt, weil es wäre schon mehr als bitter, wenn er unter dem Musima Label die auf der Seite gezeigten Gitarren und Bässe von "Deviser" (Japan) vertreiben würde. Ich hatte unlängst auf der Musikmesse ein paar "Deviser" Gitarren in der Hand, die sind von meiner Vorstellung einer "tollen Gitarre" sehr weit entfernt.

Taylor_T5-S
Beiträge: 28
Registriert: Di 09. Okt 2007, 19:53

Re: Ja was passiert denn hier ?!?

Beitrag von Taylor_T5-S »

Scheint da nichts neues zu geben auf der Musima.de Seite.

Hier noch paar Infos zur Adresse Johannisstraße 12 – in Adorf:

"Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, den 13.09.2015 öffnet zum ersten Mal die Fronfeste – Johannisstraße 12 – in Adorf Ihre Pforten.
Neben einer Führung in verschiedenen Räumen gibt es etwas zur Geschichte als Gerichtsgefängnis zu erfahren.
Gleichzeitg wird den Besuchern das neue Konzept “Haus der Musik” vorgestellt. Die musikalische Vergangenheit von Adorf angefangen im 17. Jh mit Johann Caspar Kerll, über die Orgelbauerfamilie Trampeli und den Komponist und Chorleiter Karl Reinhold Becker, den Musikinstrumentenbau im 19. Jh. bis in zur Gegenwart mit der Gewa music soll mit einigen Exponaten dargestellt werden. Erste Entwürfe der Planung vom Haus der Musik werden zu sehen sein.
Begleitet wird der Tag durch kulturelle musikalische Beiträge von der Musikschule Adorf.
Auch die beiden Bands Psychos Unchained und Sprühjehagdes öffnen ihre Proberäume und lassen Kinder die Instrumente ausprobieren. Im Anschluss ab 18.00 Uhr gibt es “Rock aus dem Adorfer Zuchthaus” bis 20.00 Uhr.
"

Quelle: https://de-de.facebook.com/events/08626 ... 143108170/

Und: Freie Presse vom 15.08.2019:

"Zappenduster sieht es im alten Adorfer Gefängnis Fronfeste aus, was die Wunschvorstellung eines EU-geförderten Kulturzentrums Adorf/Asch angeht. Mit der Idee bekamen die Partnerstädte im ersten Anlauf kein Geld. Bei den Nachrückern, die nach Euros aus dem Großprojektefonds lechzen, rangiert das Vorhaben weit hinten. Das ist gar nicht nach dem Geschmack von Bürgermeister Rico Schmidt (SPD) und Kay Burmeister, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Adorf - der Vermieter ist Eigentümer des Denkmals. Das Duo lud die Abgeordneten Yvonne Magwas (Bundestag) und Andreas Heinz (Landtag, beide CDU) ins Haus ein, um bei einer Lösung mitzuhelfen. Die Adorfer liebäugeln mit Denkmalschutzgeld von Bund und Land.

Aus diesem Topf gab es bereits Mittel für die Fronfeste. Sie wurden dieses Jahr verbaut - der Fördermittelgeber machte Druck. Erledigt ist das Eindecken des Daches mit teils Auswechseln der Balken. Zudem ist durch Injektionen in die Trockenlegung investiert worden. "Das ist kostengünstiger, als die Mauern durchzusägen", so Burmeister. Erneuert ist zudem die betagte Elektrik. Dafür hat die Stadt 25.000 Euro, die sie als Sieger des Wettbewerbs Soziale Stadt abräumte, an den Vermieter weitergegeben. Nächstes Ziel ist, dass das Erdgeschoss nach Ende der Sanierung wieder in Betrieb gehen kann. Hilfe gibt es von den "Freunden des Knastes" - Adorfer haben sich zusammengetan, packen in Eigenleistung an. Die Künstler, die mit Musik, Theater, Film den Veranstaltungsraum mit seinem Gewölbe nutzten, sind hier vorübergehend raus. Hier mit Zuschüssen weiterzubauen, ist das vorrangige Ziel.

Am Grundkonzept als "Haus der Musik" hat sich nichts geändert - verworfen wurde nur der Einzug der Musikschule sowie das Öffnen des Erdgeschosses durch große Fenster Richtung Johannisstraße. Letzteres hätte Burmeister gefallen, doch der Denkmalschutz sagte Nein. In der ersten Etage soll es Büroräume geben, "in Richtung Kreative - es kann aber auch ein Bauplaner sein", so Burmeister. Er liebäugelt mit der Idee, dass sich hier mehrere Interessenten Schreibtisch und Infrastruktur teilen. "Das hatte ich im Erzgebirge gesehen. Da wird das gut angenommen." Das zweite und dritte Obergeschoss soll Wohn- und Probenräume haben - Burmeister kann sich vorstellen, dass ein Musiker, der unten im Haus aufritt, danach oben in einer Gästewohnung nächtigt.

Dabei wollen die Adorfer nicht vergessen, was das Haus eigentlich war. Deshalb soll im Erdgeschoss in der Garderobe eine Gefängniszelle nachgebaut und eingerichtet werden. Die Fronfeste spielte in der 1848-er Revolution im oberen Vogtland eine Rolle. Aus dem Haus türmte mit dem Brambacher Fritz Rödiger einer der prägenden Gestalten dieser Zeit - durch den Schornstein.
"

Ralf

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