Hallo Marc
Ob es tatsächlich eine Herwiga-Flöte lässt sich mit Sicherheit nur sagen, wenn es einen Brandstempel oder eine Signatur auf der Flöte gibt.
Von der Flötenform kann man auch nicht drauf schließen, weil Wilhelm Herwig kein Blockflötenbauer, sondern ein Händler war, der seine Instrumente wohl auch, wie damals üblich, von vielen anonymen Blockflötenbauern bezog. Mir ist da nur der Name F. A. Uebel bekannt.
Ich habe 4 Herwiga- Blockflöten in 3 verschiedenen Formen....und wenn da nicht Herwiga draufstehen würde, könnte ich sie überhaupt nicht zuordnen. Die eigentlichen Flötenbauer sind aber heute nicht mehr ermittelbar.
Diese H-B-Doppelloch-Variante ist nicht üblich.
Ich habe wohl 2 alte Johannes Adler-Sopranflöte aus den 1930er Jahren, die an dem 4 Griffloch eine Klappe haben. (eine sogar auch am auch noch am 7. Griffloch)
Siehe
hier und
hierdann habe ich auch noch eine Moeck-Tuju-Sopran aus den 1960ern, die am 4. Griffloch ein Doppelloch hat (siehe
hier ) und eine Moeck-Meister-Flöte, die an dieser Stelle eine Klappe hat. (siehe
hier)
Aber eigentlich war es bei Sopran bis Tenor nicht üblich, das 4. Griffloch mit Klappen oder Doppellöchern zu versehen.

Gabi