Revisions-Zeichen bei Generalüberholungen

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dudeldim
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Revisions-Zeichen bei Generalüberholungen

Beitrag von dudeldim »

Lieber Herr Weller, liebe Gemeinde!
Ein Bekannter von mir steht vor der Generalüberholung eines älteren Buffet Sopransaxophons. Die Polster waren mit rotem Siegellack eingeklebt, den gab es früher in jedem Schreibwarengeschäft. Ich habe ihn vor langer Zeit selbst verwendet, als es so etwas noch gab: Siegellack-Stangen von Pelikan. Bei der Entfernung der ersten beiden Polster gab es eine große Überraschung. Auf der Rückseite der alten Polster waren Reparatur-Zettel eingesetzt! So etwas habe ich noch nie gesehen. Ob der Reparateur die Polster selbst angefertigt hat, wie es früher meistens der Fall war, ist nicht festzustellen. Jedenfalls klemmten auf der Rückseite der Polster zwischen dem Leder-Rand und dem Karton der zwei größten Polster (tief-H und tief-B) zweifach gefaltete Reparaturzettel des Technikers, der wohl die letzte Generalüberholung gemacht hat. Darauf steht: : „O.R.f.Sch. 7.9.60“.
Wer kennt so etwas? Wurde das früher öfter gemacht oder ist das eine extreme Ausnahme? Der einzige Techniker, der nach meiner Information ebenfalls Rervisions-Zeichen in den von ihm selbst reparierten Saxohonen hinterlassen hat, war Peter Nerff aus Köln. Er kratze in die Innenseite des Klappenkorbs der Es-Klappe den Namen „Neff“ und das Datum. Kennt jemand ähnliche Revisions-Zeichen? Noch besser: kann jemand das Revisionszeichen deuten?
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intune
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Re: Revisions-Zeichen bei Generalüberholungen

Beitrag von intune »

bescheidener beitrag meinerseits:

wenn man alte koffer überholt findet man oft tageszeitungen aus der damaligen zeit, die genommen wurde als "erstverkleidung", bevor der kostbare samt eingebracht wurde.

ebenso wurde als papeinlage in den polstern alte (oder im überfluss vorhandene) spielkarten ausgestanzt und gewerbsmäßig genutzt. (optimale materialverwertung im reelen sozialismus (sozialisMUSS :-))

Neff kam noch aus der alten schule, die tief es klappe war und ist in der tat eine bevorzugte klappe für notizen. ich vermute wegen der leichten ausbaubarkeit.

zu deinen polstern kann ich nichts verlässliches sagen. die hoffnung ein instrument wieder nach 10 jahren zur reparatur zu bekommen ist doch gering und woher soll der "neue" die einträge deuten können??

nachsatz:
vielleicht sollte man mal beim Komnick (Mnk) nachfragen.

allerdings erinnert mich das immer wieder an die uhrenmacher die im deckel infos hinterlassen haben.

intune
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Re: Revisions-Zeichen bei Generalüberholungen

Beitrag von intune »

hier ein beispiel
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