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 Betreff des Beitrags: Hopf Trompete?
BeitragVerfasst: Sa 26. Sep 2009, 11:05 
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Registriert: Fr 11. Sep 2009, 19:26
Beiträge: 26
Hallo
ich bin neu hier lese aber schon seit einer weile fleißig mit
mir wurde hier durch einige Beiträge geholfen, bei der Zuordnung
meines Flügelhorns von Meister K(Klaus) Wolfram
Ich hätte hier jetzt noch zu einer anderen Trompete
eine Frage, ich habe mir eine Hopf Perinettventil Trompete zugelegt
habe aber leider nichts über die Firma Hopf gefunden
Sie ist aber sehr gut verarbeitet, fast so schön wie
mein Flügelhorn, jetzt meine Frage weiß jemand wo
diese und von wem Sie gefertigtist?
Gruß Rainer

http://i38.tinypic.com/aavrs4.jpg


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 Betreff des Beitrags: Re: Hopf Trompete?
BeitragVerfasst: Sa 26. Sep 2009, 13:42 
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Metallblasinstrumentenbaumeister

Registriert: So 08. Apr 2007, 16:25
Beiträge: 926
Wohnort: Markneukirchen
Hallo Rainer.

Im Jahre 1906 gründete Ernst Max Hopf (1882 - 1956) die Firma E. Max Hopf. Er war ein gelernter Saitenmacher. Im Jahre 1932 übernimmt sein Sohn Max Willy Hopf (1906 - 1990) die väterliche Firma. Auch er war ein gelernter Saitenmacher und gliedert, wohl noch in 1932, der Saitenmacherei eine Instrumentenbauwerkstätte an. Die Familie Hopf stammt aus dem vogtländischen Musikwinkel, genauer gesagt aus Zwota und Klingenthal, und die ersten als Geigenmacher tätigen Ahnen lassen sich bis ins Jahr 1669 zurück verfolgen.
1948 erfolgte der Umzug der Firma aus der sowjetischenen Besatzungszone nach Taunusstein-Wehen in Bayern.
Bis zum heutigen Tage ist die Familie Hopf im Instrumentenbau tätig. So sind die Nachfolger die Firma „Hopf-Gitarren“ in Taunusstein.
Lesen Sie bitte dazu auch die sehr umfangreiche Homepage, die meißten meiner Angaben habe ich dort für Sie gefunden.
Web-Site: www.hopfguitars.com

Zum Hersteller Ihrer Jazztrompete kann ich Ihnen leider keine genaue Angabe machen. Metallblasinstrumente waren wohl ein Handleszweig der Firma Hopf und man bezog diese von namhaften Herstellern. Ich tippe auf Julius Keilwerth als Hersteller Ihrer Trompete. Aber fragen Sie doch einfach einmal in Taunusstein an, man wird Ihnen sicherlich gerne genauere Antwort geben. Sie können auch gerne hier im Forum berichten, welche Werkstatt man Ihnen als Herkunftsort Ihres Instruments nennen konnte.

Mit freundlichen Grüßen Mario Weller


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 Betreff des Beitrags: Re: Hopf Trompete?
BeitragVerfasst: Sa 26. Sep 2009, 14:16 
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Registriert: Fr 11. Sep 2009, 19:26
Beiträge: 26
vielen Dank Mario
Ich werde mal Montag dort anfragen, und hier bei Interesse weiter berichten
ich tippe aber bei der Machart auch auf das Vogtländische Umfeld der Instrumentenbauer
Sie ist nämlich sehr präziese verarbeitet wie es eigentlich nur dort so ist
Ist ungefähr so wie mit einer schönen Handschrift.
Gruß Rainer


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 Betreff des Beitrags: Re: Hopf Trompete?
BeitragVerfasst: So 27. Sep 2009, 20:34 
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Metallblasinstrumentenbaumeister

Registriert: So 08. Apr 2007, 16:25
Beiträge: 926
Wohnort: Markneukirchen
Hallo Rainer.

Das ist zwar ein schönes Lob für die hiesigen Metallblasinstrumentenmacher, aber ich glaube Sie haben meine Antwort zum evtuellen Hersteller falsch eingeordnet. Natürlich gibt und gab es Überschneidungen, besonders auch bei der Firma Julius Keilwerth. Ursprünglich aus Graslitz in Böhmen (nur etwa 15 km von Markneukirchen entfernt), ist diese Firma in Nauheim / Hessen ansässig. Vor einigen Jahren erfolgte dann ein bis zum heutigen Tage andauernder Prozess der Produktionsverlagerung der Saxophonherstellung hierher in den Musikwinkel.
Ab etwa 1955 produzierte Julius Keilwerth in Nauheim Jazztrompeten. Man verwendete für diese Serien Namen wie: "Toneking“, „Toneking de Luxe“, „Toneking Super de Luxe“, „Wondertone“ oder aber auch „Julius Keilwerth Student“. Jene Trompeten werden schon seit etwa 1980 nicht mehr gefertigt.
Ich glaube speziell bei Ihrer "Hopf-Trompete" Ähnlichkeiten mit Trompeten von Keilwerth erkennen zu können.
Bitte teilen Sie uns Ihre Nachforschungen dazu mit.

Mit freundlichen Grüßen Mario Weller


P.S.: Vielleicht haben Sie ja aber irgendwie doch recht, wenn Sie "Hopf-Perinettrompeten" mit dem Vogtländischen Instrumentenbau in Verbindung bringen. Ich sah einmal eine solche, nur mit dem "Widerhopf" als Gravur versehene Jazztrompete. Diese könnte durchaus in der damaligen VEB Blechblas- und Signalinstrumentenfabrik Markneukirchen gebaut worden sein.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hopf Trompete?
BeitragVerfasst: So 27. Sep 2009, 21:35 
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Registriert: Do 26. Feb 2009, 15:44
Beiträge: 16
Sehr geehrter Herr Weller, lieber Rainer,

hier noch eine Korrektur und einige Ergänzungen zur Fa. Hopf:
Mario Weller hat geschrieben:
1948 erfolgte der Umzug der Firma aus der sowjetischenen Besatzungszone nach Taunusstein-Wehen in Bayern.

Taunusstein-Wehen befindet sich nicht in Bayern, sondern ca. 10 km nördlich von Wiesbaden im Taunus - in Hessen.

Nauheim, u.a. der Sitz der Fa. Keilwerth, liegt ca. 15 km südöstlich von Wiesbaden. Damit ergab sich nach der Übersiedelung und Neugründung beider Firmen in Westdeutschland eine gewisse räumliche Nähe, was eine Zusammenarbeit begünstigt haben könnte.

Heute gibt es neben dem schon erwähnen Dieter Hopf (dessen Adresse auch die Adresse der alten Firma Hopf ist) noch die Firma
    W.H. Hopf Musikinstrumente
    Eifelstr. 17
    65232 Taunusstein-Bleidenstadt
    Tel 06128/41824
    Fax 06128/41047
    Mobil 0171/4613311
    e-Mail hopf.w.h.musik@t-online.de

Leider ist noch keine Webseite erstellt, ggf. ist aber auch bei W.H. Hopf näheres zu erfahren.

Und wenn nicht auf diesem Wege, dann evtl. über die Nachfolger der Fa. Keilwerth.

Gruß, Lucius


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 Betreff des Beitrags: Re: Hopf Trompete?
BeitragVerfasst: Mo 28. Sep 2009, 11:28 
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Registriert: Fr 11. Sep 2009, 19:26
Beiträge: 26
Hallo
Nach ungefähr 3 Stunden Telefonieren und Recherche , kann ich sagen das die Fa. Keilwerth und Hopf
Sackgassen waren hier kennt man sich nur noch mit den neuen Modellen aus, Geschichtlich hat man hier
kein Interesse mehr, aber meine Hartnäckigkeit wurde dann belohnt als ich auf diese Seite gestoßen bin !

http://www.saxophonspezialist.de/pageID_4644368.html

Ich führte nun ein sehr langes Gespräch mit Herrn Gerhard Julius Keilwerth , der mir bestätigte was
Herr Weller schon vermutet hatte, die Trompete ist also erbaut von der Fa. Julius Keilwerth zwischen
1965 und 1973 genaueres zum Baujahr konnte Er nicht sagen, Er meinte nur bei der Super Delux wurden
die Bögen aus Kupfer gearbeitet, und das Sie zum Schluss 1973 ca. 850DM gekostet hat, wenn ich
Ihm genauere Bilder sende, bekomme ich von Ihm noch einen Prospekt Scanne und eine Preisliste zugeschickt
Ich werde weiter berichten
Gruß Rainer


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 Betreff des Beitrags: Re: Hopf Trompete?
BeitragVerfasst: Mo 28. Sep 2009, 20:52 
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Metallblasinstrumentenbaumeister

Registriert: So 08. Apr 2007, 16:25
Beiträge: 926
Wohnort: Markneukirchen
Hallo Rainer, hallo Lucius.

So hat sich doch eine Spur zur Firma Keilwerth bestätigt. Ich finde es gut dieser Frage nachzugehen und bedanke mich schon einmal bei Rainer! Sie helfen dadurch Lücken zu schließen.
Danke auch an Lucius für das Schließen meiner geographischen Lücke! Manchmal sind eben solche Fehler dabei und leider war ich noch nicht in der Gegend.

Viele Grüße Mario Weller


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 Betreff des Beitrags: Re: Hopf Trompete?
BeitragVerfasst: So 25. Okt 2009, 20:16 
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Registriert: Mi 07. Okt 2009, 3:40
Beiträge: 1
Guten Abend!!

Ich kann nur feststellen,dass die Hopf-Trompete ein wirklich sehr gutes Instrument ist.Sauber verarbeitet,keine Massenware,sondern noch Handarbeit.

Mein Instrumentenbauer aus Neu-Isenburg ( Nähe Frankfurt/Offenbach ) konnte schon einige Exemplare reparieren,auch meine vor kurzer Zeit.

Ich bin sehr zufrieden mit dem Instrument,was ich echt günstig bei Ebay ersteigert habe.

Gruß,Oliver


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 Betreff des Beitrags: Re: Hopf Trompete?
BeitragVerfasst: Di 03. Nov 2009, 15:01 
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Registriert: Fr 11. Sep 2009, 19:26
Beiträge: 26
Abschliesend noch ein paar Bilder meiner Hopf New Sound

http://img513.imageshack.us/gal.php?g=hopfnewsound19651.jpg

Gruß Rainer


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