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 Betreff des Beitrags: Re: Ostalgie ?
BeitragVerfasst: Do 19. Jul 2007, 23:26 
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Heidrun Eichler hat geschrieben:
Hallo Stelol,

oder habe ich die Frage falsch verstanden? Die meisten Gitarrenbauer in den Betrieben und diejenigen, die früher für die Verleger gearbeitet haben, haben dies als Broterbwerb gesehen. Sie haben sich keine Gedanken darüber gemacht. Sie werden sich auch nicht darüber unterhalten haben, sondern lieber darüber, wie Bayern München am Wochenende gespielt hat.


Liebe Heidrun,

Ich denke das ist den zahlreichen Gibson und Fender Gitarrenbauern auch nicht anders ergangen! Aber da haben sich viele, viele Leute die nicht die Insrumentenbauer waren die Mühe gemacht Ihre Arbeit zu schätzen und dieses auch in der Welt zu verbreiten! Ihre Arbeit zu archivieren und für die Generationen später festzuhalten und zu dokumentieren!

Das meine ich damit!

Gruß,

STELOL

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 Betreff des Beitrags: Re: Ostalgie ?
BeitragVerfasst: Fr 20. Jul 2007, 7:18 
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Guten Morgen :)

meine Einschätzung zu dem Thema:

ich denke mir, daß dieser Stolz, von dem du, Stefan, sprichst, in der Zeit vor der DDR schon da war! Nur war es wohl damals ja nicht üblich, alles zu notieren und aufzuschreiben. Und das macht uns das Leben ja heute sooooo schwer! :( ;)

Aber dann zu DDR-Zeiten....????
Norbert hat ja erzählt, daß das mit dem Material z.B. so eine Sache war. Das, was es gab, wurde an alle verteilt. Also sahen die Instrumente auch alle irgendwie gleich aus. Später kam dann noch die Zeit der Genossenschaften...da durfte dann noch nicht mal mehr der eigene Name aufs Instrument.
Wenn ich da ein Instrumentenbauer gewesen wäre, ich hätte ja gar keinen Anreiz gehabt, meine Instrumente zu etwas Besonderem zu machen. Es hätte ja niemand erkannt, daß ich der Bauer bin.
...womit ich aber nicht sagen will, daß die Instrumente aus der DDR-Zeit alles schlechte Instrumente waren. Nur kommt mir das alles so vor wie Einheitsbrei...
Da war auch nichts mit Erbe antreten.....
Es war halt, wie Heidrun schon sagte, ein Broterwerb....mehr nicht.

Heute ist das natürlich wieder ganz anders. Heute sind die Möglichkeiten ja ganz anders.
Heute gibts wieder individuelle Instrumente, auf die ein Instrumentenbauer richtig stolz sein kann.


viele Sonnengrüße
:) Gabi


PS. Keine Ahnung, ob meine Sichtweise richtig ist...die Instrumentenbauer können mich gerne korrigieren.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ostalgie ?
BeitragVerfasst: Fr 20. Jul 2007, 20:24 
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Beiträge: 541
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Liebe Gabi,

zum Thema individualität im Gitarrenbau möchte ich doch noch was sagen.

Ich schätze die vogtländische Gitarrenbaukunst (für mich Interessant 30er - Ende 60er) ganz besonders aufgrund ihrers sehr eigenständigen (meinetwegen auch eigenwilligen) Designs und der ungewöhnlichen bis bizarren Formen die im Gegensatz zu den westdeutschen Herstellern und im besonderen der aufkommenden Japankopien sich stark von den amerikanischen Instrumenten absetzen. Es wurde zwar auch mal eine Jaguar oder eine Strat oder eine Paula kopiert am im Gegensatz zu den anderen Gitarrenherstellern waren die ostdeutschen Modelle immer dadurch zu erkennen das sie entweder ein ganz eigenes Design hatten oder sich nur in etwa an vorgegebene Modelllen orientierten aber ich würde das niemals eine Kopie nennen.

Besonders im Schlaggitarrenbau gab es große Unterschiede im Design, bei den Inlayarbeiten,beim Carving der Decke und des Bodens die Form der F-Löcher und besonders in den verschiedenen Formgebung und Tallierungen der Korpusse.

Das habe ich schon mal woanders Geschrieben aber das ist ganz klar meine Meinung.

Die Gitarrenspieler sind im Grunde sehr konservative Leute die sich immer an ein paar Grundformen des Gitarrenbaus und deren Kopien oder zumindestens deren leichte Veränderungen angelehnt haben.Die Vielfalt des Gitarrenbaus im Musikwinkeln die ich anhand meiner Aufzeichnungen auch belegen könnte wird man woanders nicht finden (zumindest nicht aus einer Region in der größe des Musikwinkels).

Norbert muß ich direkt noch was dazu sagen. Ich finde den 200ten Versuch ein Les Paul oder eine Tele oder eine Strat ein neues Design zu geben nicht wirklich Individuell deshalb ist für mich eine solche Gitarre immer der selbe Gitarrentyp! Das ist nicht abwertend gemeint und ich habe hohen Respekt vor solchen Gitarren aber in vielfalt und Design finde ich sie eher langweilig und ich habe schon einige Originale besessen!

Ich habe gerade erst ein alte Gibson L-00 verkauft von 1934. Die war zwar ganz nett im Klang aber ich fand sie wirklich total überbewertet. Diese Dinger werden so mit 2000 - 3500,- Euro gehandelt was im Vergleich zu deutschen Gitarren eine nicht nachzuvollziehende Sache für mich ist.

Gruß,

Stelol

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 Betreff des Beitrags: Re: Ostalgie ?
BeitragVerfasst: Sa 21. Jul 2007, 5:55 
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Registriert: Mi 04. Apr 2007, 16:17
Beiträge: 411
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Lieber Stefan

Wonach geht der Gitarrensammler Stefan beim Gitarren sammeln?
Nach dem Aussehen oder nach dem Klang?

Mir ist bei meinen Flöten eigentlich das Aussehen wichtiger....egal, ob sie spielbar sind oder nicht! ;)

Morgenkaffee-schlürfende Grüße
:) Gabi

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 Betreff des Beitrags: Re: Ostalgie ?
BeitragVerfasst: Sa 21. Jul 2007, 9:42 
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Beiträge: 541
Wohnort: Lohmar Hausen
Liebe Gabi,

ich denke da hat jeder Sammler so seine eigene Philosophie und Vorstellung.

Ich gehe nach dem Zustand, dem Alter, dem Modell,dem Erbauer, der Herkunft meinem persönlichen Gefühl diesem Instrument gegenüber und nach dem Klang (dieser kann sich jedoch noch nach einer Überarbeitung oder einer neuen Einstellung ändern). Natürlich kenne ich sehr viele Hersteller und kann ganz gut den Marktwert einer Gitarre einschätzen was sicherlich auch ein Faktor ist.

Nette Grüße,
STELOL

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 Betreff des Beitrags: Re: Ostalgie ?
BeitragVerfasst: Do 03. Apr 2008, 8:24 
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Registriert: Mi 02. Apr 2008, 17:17
Beiträge: 22
Heidrun Eichler hat geschrieben:
Gut in Erinnerung habe ich die Westpakete!

:smile: ...ja, die habe ich auch noch in Erinnerung, beim Einpacken ...
und was da alles reinkam, schon erstaunlich, bei uns landete immer ein "Lachsschinken" da drin, so ein kleiner Schinkenblock mit Netz drumrum, sehr verblüffend, weil so was haben wir nie zum Selberessen gekauft, fand ich als Kind seltsam. Aber, es leuchtete mir ein, die sollten es auch mal richtig gut haben.... da gab es ja nicht mal Bananen ....
Toll waren die Rückpakete, wow, die Leute, die von unserer Familie im Osten beschickt wurden, haben sich wirklich enorme Mühe gegeben, etwas passendes zu finden, und als ich ganz klein war haben die durchaus beeindruckende Sachen geschickt, ich kann mich noch an ein Spiel erinnern, so ein kleiner Magier, der sich mit einem Stab auf einem Spiegel drehte und Antworten geben konnte, so was gab's hier nicht, oder Plattenbau-Baukästen, oder Autobrettspiele mit kleinen Trabis, oder (ich liebe ihn immer noch heimlich) einen Ost-Sandmann (den ich schon immer besser fand als den langweiligen Wolkenheini ausm Westen), so richtig mit Filzkleidung und einem Tonkopf und kleinen biegsamen Händen, echt wie im Fernsehen :wink2:
Fällt mir gerade ein: gibt es Pittiplatsch eigentlich noch? oder ist der in Rente? (auf unserer Harzreise haben wir noch einen als Figur kaufen können, aber ist der noch "aktiv"? )

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•••>guitars greenbuddha (schräge Gitarrensammlung ...)


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 Betreff des Beitrags: Re: Ostalgie ?
BeitragVerfasst: Do 03. Apr 2008, 13:49 
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Beiträge: 157
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In Rente scheint der noch nicht zu sein. Er wurde und wird ja im Rahmen des Sandmännchen von verschiedenen Sendern ausgestrahlt, wobei der RBB das ganze produziert. Auf der Wikipedia findet sich folgende Bemerkung: Bis zur Einstellung des Sendebetriebs des DFF im Jahre 1991 wurden rund 2.000 Abendgruß-Sendungen und etwa 1.000 Nachmittagssendungen produziert. Seitdem gibt es keine neuen Produktionen mit den Figuren. Ich denke aber mal das bezieht sich auf die Puppen, so das er heute wohl als virtuelle Figur über die Mattscheipe flimmert. In Rente ist er ohnehin nicht, auf der WP steht auch: Seit 1993 tritt das Puppenspiel-Ensemble in Live-Auftritten auf, jedoch fast ausschließlich in den neuen Bundesländern. :rofl: Man kann sich aber auch selber überzeugen -> täglich auf RBB 17.55 Uhr sowie auf MDR und auf KiKa um 18.50 Uhr.
Ich kenn den Pittiplatsch übrigens, aufgrund verschiedener Engagements, persönlich :v:


Dateianhänge:
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 Betreff des Beitrags: Re: Ostalgie ?
BeitragVerfasst: Fr 04. Apr 2008, 23:22 
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Registriert: Fr 01. Jun 2007, 9:15
Beiträge: 132
Hallo Mädels, :rolleyes:

ich habe Wolfang Behrendt (der war eigentlich der "Sandmann-Macher" beim späteren Puppenspiel- Ensemble des Deutschen Fernsehfunks, Serowski hat die Kulisse und die Puppen und die Fahrzeuge kreiert) selbst mal im Rahmen einer Ausstellung der ganzen "Sandmann-Fahrzeugkolonne" und Bühnenbilder kennengelernt und auch gesprochen. Da war er schon über 70 Jahre und konnte gelöst von vielen Dingen berichten.
Die anfängliche euphorische Idee eines Kindertraumes a la E.T.A Hofmann oder Hans Christian Andersen übers damals junge DDR-Fernsehn hat die "Führung" schnell aufgegriffen und die Zielgruppe erkannt. Berehndt hat glasharte Vorgaben bekommen, womit der Sandmann als nächstes vorzufahren/zu fliegen hat.
Es war trotzdem schön :smile: und ohne Sandmann bin ich nie ins Bett.
Aber ich wusste auch als Knirps, dass das "Lunochod" (das erste und einzige Mondfahrzeug der östlichen Hemisphäre) 8 Räder hatte!! Das gab es dann auch als Bastelbogen, nicht als Modell!

Man hat (genau wie wo anders) das Alles benutzt. Ich möchts nicht missen, auch wenn ich es heute etwas anders sehe. Die nächste Generation hat man dann mit dem "Drehrumbum, der Liebe" geködert oder " Schlapperplapper und Masine" :wink2:

Es sind schöne Kindheitserinnerungen...

Grüsse Norbert


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 Betreff des Beitrags: Re: Ostalgie ?
BeitragVerfasst: Fr 29. Aug 2008, 16:51 
Norbert hat geschrieben:
Die nächste Generation hat man dann mit dem "Drehrumbum, der Liebe" geködert oder " Schlapperplapper und Masine"


Tss, was Du so für Leute kennst :rofl:

Meine Erinnerung geht zurück zu Meister Nadelöhr der damals noch gemeinsam mit Meister Briefmarke agierte. Schnatterinchen war glaube ich auch schon dabei und natürlich Annemarie Brodhagen - doch ich bin mir nicht sicher, ob das erst nach dem Tod von Meister Briefmarke der Fall war. Ich meine jedoch mich noch des ersten Auftretens von Pittiplatsch zu entsinnen: Das war entweder im alten Wandtelefon oder sogar im Uhrkasten in der Poststube des Märchenwaldes. Der arme Meister Briefmarke war ganz schön von der Rolle durch die Streiche die der kleine Kobold mit ihm veranstaltete. es dauerte eine Zeit, ehe Pitti schließlich entdeckt und als Kobold erkannt wurde...

Im Grunde so eine Geschichte wie die vom Pumuckel - nur daß dessen Meister eben ein Münchner Holzwurm war.

Das waren noch Zeiten! TV-Genuß mit 30cm-Bildrohr. Muß so um 55 herum gewesen sein...

Es gab dann noch den Taddäus Punkt, Flax & Krümel, deren Großmutter, Bummi, und viel viel später gingen Herr Fuchs & Frau Elster mit Onkel Uhu, Hoppel und den übrigen Bewohnern des Märchenwaldes regelmäßig auf Sendung. Daß Pitti & seine Freunde den Abendgruß regelmäßig gestalteten ist auch erst wohl ehestens in den Mittsechzigern der Fall gewesen. So genau weiß ich das nicht - war damals längst nicht mehr meine Favoritensendung - das kam dann erst in späteren Jahren wieder :lol:
Meister Nadelöhr, der unvergessene Eckehard Friedrichson, war da nach meiner Erinnerung bereits todkrank und in der Schneiderstube mußten (Nach Briefmarkes Ableben) öfters Eimerhut und Annemarie aushelfen. So wie Nadelöhr, das hatte niemand sonst hinbekommen!

Von wegen jeder ist ersetzbar! Das hat noch nie so richtig geklappt; ich bin untröstlich daß mir Briefmarkes Name einfach nicht einfallen will :sad:


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 Betreff des Beitrags: Re: Ostalgie ?
BeitragVerfasst: Fr 29. Aug 2008, 23:47 
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Registriert: Fr 01. Jun 2007, 9:15
Beiträge: 132
Micha, den Namen krieg ich noch raus!!

Kennst Du noch den vollständigen Text, was Meister Nadelöhr gesungen hat zur Begleitung auf der Schneiderelle als Gitarrenersatz? Ich hab ihn!!

1. Ich komme aus dem Märchenland
schnippel-die-schnappel-die-Scher'!
Bin allen Kindern wohlbekannt
und reiste weit umher.
Die schönsten Märchen kenne ich
und alle Kinder freuen sich,
schnippel-die-schnappel-die-Scher',
auf Meister Nadelöhr!

2. Das Spiel ist aus, ich muß nun gehn,
schnippel-die-schnappel-die-Scher',
und sage euch auf Wiedersehn,
ein andermal noch mehr!
Dann hält wie stets, ihr habt doch Zeit,
viel neues schon für euch bereit,
schnippel-die-schnappel-die-Scher',
der Meister Nadelöhr!
:lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: Ostalgie ?
BeitragVerfasst: Sa 30. Aug 2008, 8:52 
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Registriert: Fr 01. Jun 2007, 9:15
Beiträge: 132
Meister Nadelöhr und Meister Briefmarke gingen am 23.11.1955 an den Start. Der Schauspieler von Meister Briefmarke war Heino Winkler.

Gefunden hier
http://www.erfurt-web.de/ChronikDDR


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 Betreff des Beitrags: Re: Ostalgie ?
BeitragVerfasst: Mo 01. Sep 2008, 7:35 
Danke Norbert! Das ist ja wirklich rührend - an den Text habe ich zwar Erinnerungen aber ich hätte ihn nicht mehr zusammengekriegt.

Wenn diese Sendung erst Ende 55 startete, dann muß mein ältestes Seherlebnis aus diesem Jahr resultieren, allerdings ohne mich an die erste Sendung erinnern zu können. Es gab vor Nadelöhr auch schon irgendsowas, eine Maid im Frau Holle Stil mit einer ebenso dicken "Märchenbibel" aus der sie vorlas. Das war nicht so prickelnd und wurde auch nicht regelmäßig eingeschaltet. Das Flair des Märchenwaldes kam erst mit dem Märchenwald-Postamt so richtig zum tragen und dahin wanderten ja auch immer die beiden Gefährten von Nadelöhr, Bummi & Schnatterinchen, um Briefmarke einen Besuch abzustatten. Unterwegs trafen sie dann mal Borstel oder Hoppel...

Ich fasse es nicht - wo geraten wir nur hin :shok:

Eigentlich gehört das alles in einen Gitarrenthread! :lol:


Aber schön war es, mit sehr viel Hingabe gemacht, deswegen haben wir das nicht vergessen.
Genausowenig wie Hans-Georg Ponesky mit seiner Sendung "Mit dem Herzen dabei", was jetzt ein Zeitsprung von ca. 25 Jahren ist und damit eine ganz andere Baustelle.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ostalgie ?
BeitragVerfasst: Mi 03. Sep 2008, 7:20 
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Herrlich!!!!!! :lol:

Wir hatten damals erst einen Fernseher, als ich schon 14 oder 15 war.
Ich habe keine Ahnung, was so zu meiner Kinderzeit an Kindersendungen liefen....kann gar nicht mitreden und vergleichen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ostalgie ?
BeitragVerfasst: Mi 03. Sep 2008, 17:54 
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Beiträge: 132
:lol: Gabi, da kann ich auch eine lustige Annekdote erzählen:

Der erste Fernseher im Haushalt kam 1964 (schwarz/weiss+1 Programm=DDR). Da war ich also 7 Jahre und hatte schon Einiges vom Sandmännchen gehört. Nur aus diesem Grund hat mich die Kiste intressiert.
Justamente zum Kaufdatum dieses Gerätes verstarb Otto Grothewohl (Mitbegründer der SED) und es wurde ein 7-tägige (oder warens 4, ich weiss nicht mehr genau) Staatstrauer angeordnet. Damit lief im Fernsehn den ganzen Tag das Testbild und Trauermusik. Für das Sandmännchen hatte man wohl ein Einsehn und zum Testbild erzählte Jemand aus dem Off ein Märchen. :lol: Da war ich vergnatzt und ich nehme es meinem Vater posthum heute noch übel, dass er das Kaufdatum des Gerätes absolut daneben gewählt hat. :lol:
Es muss ihn aber selber kalt erwischt haben, denn er hat tagelang geflucht...


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 Betreff des Beitrags: Re: Ostalgie ?
BeitragVerfasst: Fr 05. Sep 2008, 6:03 
Offline

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:lol: :lol: :lol:

ist aber auch gemein, ausgerechnet dann zu sterben, wenn das Sandmännchen zu Hause einziehen will! ;-)

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