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Forum des Musikinstrumentenmuseums Markneukirchen
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 Betreff des Beitrags: Re: Ostalgie ?
BeitragVerfasst: Mi 19. Nov 2008, 17:56 
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Registriert: Mi 19. Nov 2008, 17:31
Beiträge: 1
Hallo Heidrun, wir suchen sämtliche private oder offene Unterlagen, Episoden und sonstige Dinge der Brüder Ossi und Ali(Alfred) Purde...
Können Sie da helfen?
Wie wir hier herauslesen konnten, waren Sie wohl auch mit Alfred bekannt?
Wir suchen Nachkommen und Verwandte aus dieser Familie, um eventuell hier noch Lücken in unserem Stammbaum zu füllen?
Geht auch gerne gleich unter foersternette@gawab.com
Danke für Ihre mögliche Mitarbeit.
mfg Annette


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 Betreff des Beitrags: Re: Ostalgie ?
BeitragVerfasst: Mo 08. Mär 2010, 14:46 
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Registriert: Fr 15. Jan 2010, 16:30
Beiträge: 62
Ach übrigens - in Anbetracht der Thematik und des heutigen Datums: Herzlichen Glückwunsch allen anwesenden Danmen zum Internationalen Frauentag!

Die kleinen Ansteckblümchen aus Plastik gibt's ja wohl nicht mehr, aber früh Feierabend und dann ab durch die Kneipen ist ja bei uns im Osten heute noch Tradition ;-) Und Abwaschen/Müll rausbringen/Blumen gießen muß Mann ja heute auch noch an diesem Tag...sonst gibt's Mecker.

östlichen Gruß
Roman


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 Betreff des Beitrags: Re: Ostalgie ?
BeitragVerfasst: Di 09. Mär 2010, 13:14 
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Registriert: Mo 21. Dez 2009, 23:01
Beiträge: 77
Wohnort: Thüringen
Hallo Roman,
erst einmal herzlichen Dank für die Grüße zum Frauentag! :rolleyes:

Der int. Frauentag oder auch Weltfrauentag genannt war keine Erfindung des Ostens wie manch einer denken mag. Die Tradition geht bis in das Jahr 1910 zurück ( Clara Zetkin ). Auch nachzulesen bei Wikipedia unter Weltfrauentag. Wenn man bedenkt, wieviel Frauen in der Welt heute noch um ihre ureigenen Grundrechte kämpfen müssen, hat dieser Tag durchaus noch seine Daseinsberechtigung. In der DDR wurde es mit den Feierlichkeiten zum Frauentag oft arg übertrieben, weshalb ihn mancher nach der Wende gerne abgeschafft hätte. Aber im kleinen Rahmen gehalten lassen wir Frauen uns die kleinen netten Gesten von den Männern gerne gefallen. :rose: :rose:
Heute am 9. März habe ich zum Glück kein Problem mehr Geburtstagsblumen zu bekommen.Dies war ja zu Ost-Zeiten so gut wie aussichtslos.

mit soz......Gruß Dorle
(kleiner Witz am Rande)


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 Betreff des Beitrags: Re: Ostalgie ?
BeitragVerfasst: Do 11. Mär 2010, 10:40 
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Registriert: Fr 15. Jan 2010, 16:30
Beiträge: 62
@dorle: Zum Thema Unterschrift - wir arbeiten gerade für ein venezolanisches Unternehmen. Warte mal noch ein Weilchen, dann können wir unsere alten Briefbögen dafür auch wieder auspacken ;-) Schon krass, wie Geschichte sich an anderen Orten der Welt wiederholt...

Gruß
Roman


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 Betreff des Beitrags: Re: Ostalgie ?
BeitragVerfasst: So 02. Jan 2011, 21:08 
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Registriert: Di 24. Feb 2009, 11:57
Beiträge: 23
Was ist Ostalgie? Die Erinnerung an all das Schöne, was man verloren oder gar nicht erlebt hat? Ich als "Wessi" hätte gerne das Treiben in Klingenthal gesehen, wenn früh morgens die Busse ankamen und 3500 Arbeiter die VEB Harmonikawerke zum Leben erweckten, den betriebseigenen Radiosender, wäre gerne durch die Maschinenhallen gewandelt, hätte mir die Stimmplattenproduktion angesehen und einen Blick in die Meisterwerkstatt geworfen, in der meine Akkordeons gebaut worden waren und wenn ich dann zurückfahre, fährt an mir der Zug vorbei, der Waggons voll von Akkordeons in die Welt liefert.

Da nach der Wende ja viel verloren gegangen ist, sammeln wir alles an Informationen und Materialien, die man nur bekommen kann, um sie so der Nachwelt zu erhalten. :good:

Viele Grüße

Ippenstein


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 Betreff des Beitrags: Re: Ostalgie ?
BeitragVerfasst: Di 04. Jan 2011, 18:58 
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Museumsmitarbeiter

Registriert: Do 22. Dez 2005, 13:58
Beiträge: 1234
Wohnort: Markneukirchen
Lieber Ippenstein,

es ist ja typisch und gut, dass man die guten Erinnerungen mehr verinnerlicht als die schlechten. In dem Wort Ostalgie schwingt für mich auch immer etwas Ironie mit, getreu dem Motto: ES WAR NICHT ALLES SCHLECHT. Aber vieles schon. Als ich neulich durch den Schnee spazierte und plötzlich den Rauch e i n e r Holzfeuerung schupperte, waren sie plötzlich wieder allgegenwärtig: die Abgase von den Trabbis und besonders die der Braunkohleheizungen. Kohle konnte man das mitunter nicht nennen, was verbrannt wurde.
Was wirklich anders war? Die meisten Leute wohnten im Ort, in dem sie arbeiteten und konnten zu Fuß in die Fabrik gehen oder sie fuhren mit dem Bus, der zu bestimmten Zeiten so voll war, dass man kaum stehen konnte, aber es war billig. Eine Wochenkarte nach Klingenthal kostete 6,50 DDR-Mark (oder wer erinnert sich anders?). Vielleicht hat man auch deshalb mehr kommuniziert, weil man sich zwangsläufig getroffen hat. Heute fährt jeder mit dem Auto und da gibt es eben nicht mal schnell ein Schwätzchen auf der Straße. Schade :nea:

Viele Grüße aus dem noch immer im Schnee versunkenen (aber ereichbaren :good: )Vogtland

Heidrun


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 Betreff des Beitrags: Re: Ostalgie ?
BeitragVerfasst: Di 04. Jan 2011, 23:51 
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Registriert: Mo 21. Dez 2009, 23:01
Beiträge: 77
Wohnort: Thüringen
Ippenstein hat die Frage gestellt: Was ist Ostalgie? :grübel: :grübel:

Ich finde der Begriff wird heutzutage etwas strapaziert und mit irgendwelchen Kult in Verbindung gebracht. All die Dinge und Erlebnisse welche durch Hören, Gelesenes und die Medien weiter gegeben wurden, waren für uns Ex-DDR Bürger eigentlich der Alltag oder auch der ganz normale Wahnsinn - Es war halt so ! - und wir haben versucht mit den damaligen Gegebenheiten das Beste daraus zu machen.
Wie so oft im Leben erinnert man sich nur zu gerne an die schönen Sachen. Leider mußten auch viele Menschen die DDR-Zeit auch anders erleben.
Wenn man der heutigen jungen Generation etwas vom Osten erzählt , ist es gerade so als wenn meine Eltern/Großeltern von Kriegs/Nachkriegszeit erzählten. Man kann es nicht nachvollziehen, wenn man es selber nicht erlebt hat.


Nun wünsche ich dem gesamten Forum nachträglich alles Gute für das neue Jahr !!!
:friends:

@ Heidrun! Das Augustwochenende ist im Kalender schon mal notiert. Nur leider fließt bis dahin noch zu viel Wasser die Saale runter für eine kon. Planung.


Viele Grüße Dorle


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 Betreff des Beitrags: Re: Ostalgie ?
BeitragVerfasst: Do 25. Okt 2012, 17:14 
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Registriert: Mo 21. Dez 2009, 23:01
Beiträge: 77
Wohnort: Thüringen
Ostkult im Kino!
Derzeit läuft im Kino ein schöner Film, basierend auf einer wahren Geschichte aus der ehemaligen DDR.

" SUSHI IN SUHL" so der Name des Filmes

Gerade in diesem Film zeigt es wieder , mit wieviel Phantasie und Improvisationstalent wir Ex-DDR ler aus fast Nix doch noch zaubern konnten. Natürlich hat auch immer das Quentchen Glück dazu gehört. Der Film zeigt auch, wie wir damals auch auf Gedei und Verderb auf das Ja und Amen der Parteigenossen angewiesen waren!
Auf alle Fälle sehenswert!!!
Gibt es hier Jemanden, der das Gastronomieerlebniss in Suhl selber mitgemacht hat?

Grüße ins Forum und Waldzitherfreunde in Suhl !


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 Betreff des Beitrags: Re: Ostalgie ?
BeitragVerfasst: Do 25. Okt 2012, 22:05 
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Metallblasinstrumentenbaumeister

Registriert: So 08. Apr 2007, 16:25
Beiträge: 960
Wohnort: Markneukirchen
Hallo Dorle,

habe mir fest vorgenommen diesen Film im Kino anzusehen, die Vorschau darauf hat schon neugirig gemacht.
Leider -oder zum Glück- bin ich noch nicht alt genug um damals schon dieses Restaurant besucht haben zu können.

Mich würde schon interessieren, wie die angepriesene Maikäferchensuppe geschmeckt hat ...

Viele Grüße

Mario Weller


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 Betreff des Beitrags: Re: Ostalgie ?
BeitragVerfasst: Mi 19. Dez 2012, 22:19 
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Mitglied des Museumsvereins

Registriert: So 29. Jan 2006, 16:48
Beiträge: 157
Wohnort: Markneukirchen
Ippenstein hat geschrieben:
Was ist Ostalgie? Die Erinnerung an all das Schöne, was man verloren oder gar nicht erlebt hat? Ich als "Wessi" hätte gerne das Treiben in Klingenthal gesehen, wenn früh morgens die Busse ankamen und 3500 Arbeiter die VEB Harmonikawerke zum Leben erweckten, den betriebseigenen Radiosender, wäre gerne durch die Maschinenhallen gewandelt, hätte mir die Stimmplattenproduktion angesehen und einen Blick in die Meisterwerkstatt geworfen, in der meine Akkordeons gebaut worden waren und wenn ich dann zurückfahre, fährt an mir der Zug vorbei, der Waggons voll von Akkordeons in die Welt liefert.

Da nach der Wende ja viel verloren gegangen ist, sammeln wir alles an Informationen und Materialien, die man nur bekommen kann, um sie so der Nachwelt zu erhalten. :good:

Viele Grüße

Ippenstein



Ja, um es knallhart zu sagen -> das ist Ostalgie, weil da hier noch irgendwie die Welt in Ordnung war und in der damaligen Bundesrepublik eigentlich weitestgehend auch :unknow:

_________________
Erfahrung steigt proportional zum Wert des ruinierten Gegenstandes.


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